Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit

Hier werden allgemeine Fragen rund um Elektrofahrräder, Pedelecs und E-Bikes behandelt.
Buxi
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit

Beitrag von Buxi »

Hallo Ego Me Absolve,

ich kenne diesen Impulse-Mittelmotor nicht, bin also darauf angewiesen wie du ihn bewertet hast: überwiegend negativ!
Weiterhin beschreibst du die Nabengangschaltung als durchweg schlecht, diese in Verbindung mit dem Motor würden überhaupt nicht zusammenpassen – ja das alles soll es scheinbar auch geben! :oops:

Der 250 W Bafang-Mittelmotor hier von ELFEi, ist vom seinem Verhalten das absolute Gegenteil von der deinigen Beschreibung, prinzipiell feinfühlig und gut in der Leistung – je nach gewähltem Gang entweder Klettermaxe am Berg, oder Sprinter auf der Ebene. Einziger kleiner Wehrmutstropfen, es gibt bei ihm nur 3 Unterstützungsstufen (Leistung ca.: 1 = 6 %, 2 = 68 %, 3 = 100 %).
In Verbindung mit meiner 8-Gang Kettenschaltung (11 – 32 Zähne) habe ich immer die bestmögliche Leistung zu Verfügung, wobei der Motor in den unteren Gängen an Leistung zulegt (höheres Drehmoment), dementsprechend ist die Beschleunigung höher.
Als besonderes Schmankerl besteht im Display-Menü die Möglichkeit die Standardbeschränkung von 25 km/h auf bis zu 40 km/h ganz einfach zu erhöhen, wobei die Leistung aber allmählich nachlässt – insgesamt ist das Fahrgefühl ein besseres, da die abrupte Motorabschaltung bei 25 km/h entfällt.

Ach ja, einen Freilauf hat das (Motor-)Tretlager natürlich auch, wobei nur die Pedalen sich frei drehen, das Kettenblatt samt Kette bewegen sich dabei nicht. Für mich auch wichtig, da ich zum Aufsteigen die Pedale immer ganz einfach nach vorne in höhere Stellung drehen kann.

Hättest du diesen Motor zum „testen“ gehabt, würde dein Urteil ein völlig anderes sein – also nicht gleich pauschal Mittelmotoren verurteilen!
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Ego Me Absolvo
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit

Beitrag von Ego Me Absolvo »

Buxi hat geschrieben:...ich kenne diesen Impulse-Mittelmotor nicht, bin also darauf angewiesen wie du ihn bewertet hast: überwiegend negativ!
Weiterhin beschreibst du die Nabengangschaltung als durchweg schlecht, diese in Verbindung mit dem Motor würden überhaupt nicht zusammenpassen – ja das alles soll es scheinbar auch geben! :oops:
Hi Buxi,

gerade eben habe ich für alle Fälle nachträglich hervorgehoben, dass mein "Erlebnisbericht" nur meine ganz persönliche Erfahrung ist und auf keinen Fall als "objektive Bewertung" verstanden werden darf.

Dass ich diesen (einen) Mittelmotor an diesem (einen) Rad für mich ungeeignet finde, hat ganz bestimmt in erster Linie mit mir, meinen Gewohnheiten und Erwartungen zu tun.
Ich bin sicher, dass viele andere, die ihr Fahrrad NICHT als Kardio-Trainingsgerät verstehen, sondern viel mehr Wert darauf legen, schöne, längere, abwechslungsreiche Touren - ohne große Eigenleistung - flott zu fahren, eine ganz andere Meinung darüber äußern würden!

Meine Nachbarn sind z. B. begeisterte Mittelmotorfahrer - aber sie fahren "aus Spaß an der Freude" und gern auf abwechslungsreichen, unbekannten Strecken. Ganz sicher verstehen sie Ihre Räder nicht als Trainingsgeräte und sind sehr zufrieden damit.

Dass ich mit der in diesem Leihrad verbauten 8-Gang-Schaltung so "unglücklich" bin hat zum Beispiel damit zu tun, dass diese 8 Gänge nur eine Über-/Untersetzungs-Spanne von etwa 1 : 3 haben. Die von mir seit mehreren Jahren gefahrene Shimano Deore XT 27-Gangschaltung aber erlaubt insgesamt eine Spanne von gut 1 : 6. An diese Spanne hat sich mein Körper offenbar gewöhnt. Der kleinste Gang (vorn 22 und hinten 34 Zähne) bietet mir das absolute Geschwindigkeitsminimum bei minimaler Kraftanstrengung und (mir maximal möglicher) Trittfrequenz. Noch mehr Untersetzung würde mir nichts nutzen, weil dann die Geschwindigkeit so klein würde, dass ich das Rad nicht mehr vernünftig stabil halten könnte. Der größte Gang dagegen (vorn 44, hinten 11 Zähne) setzt meiner Fitness/Kraft nach oben hin Grenzen: Wenn ich hier mit meiner "Maximalkraft" und maximal (als komfortabel empfundenen) Trittfrequenz reintrete, bin ich in der Ebene etwa 40 km/h schnell. Mehr Eigenleistung kann ich (zur Zeit) nicht erbringen und schneller will ich auch auf keinen Fall fahren.

Wenn man 1 : 6 gewohnt ist, dann ist 1 : 3 einfach in jeder Hinsicht eine Einschränkung; sie erlauben mir nicht, meine Eigenleistung optimal einzubringen. Andere werden bestimmt hochzufrieden damit sein. Ich kenne auch keinen Radfahrer in meinem näheren Umfeld, der ausschließlich aus Fitnesstrainingsgründen fährt. Überwiegend geht es um den Spaßfaktor, der wiederum bei mir eine völlig untergeordnete Rolle spielt - sonst würde ich nicht seit gut 15 Jahren immer die selbe Strecke (mit denselben Leistungsvariationen) fahren. Dass ich immer wieder dasselbe sehe und (er-)fahre, ist mir bis heute nicht langweilig geworden, eben weil ich gar keine anderen Ansprüche an die Strecke hatte. Natürlich funktioniert das nur als "Einzelgänger". Ich hatte noch nie eine Freundin, der das gefallen hätte und bin daher immer allein gefahren - so wie ich früher auch immer jahrelang allein das "puristische" Kieser-Krafttraining besucht hatte: Maximalkraft bei besonders langsamer Ausführung.

Jetzt allerdings möchte ich auch mal längere und unbekannte Strecken (vielleicht auch mal in der Gruppe) fahren. Um nicht unerwartet hinter einer solchen Gruppe zurückzubleiben, kam ich auf die Idee, mir einen "Elektrosklaven" anzuschaffen. Aber mein Rad MUSS auch nach der Umrüstung bei "schlafendem E-Sklaven" genau so zu fahren sein wie vorher. Das bisschen zusätzlicher Bremswiderstand des Motors stören mich nicht; im Gegenteil, vielleicht empfinde ich sie sogar als trainingsnützlich
Der 250 W Bafang-Mittelmotor hier von ELFEi, ist vom seinem Verhalten das absolute Gegenteil von der deinigen Beschreibung, prinzipiell feinfühlig und gut in der Leistung – je nach gewähltem Gang entweder Klettermaxe am Berg, oder Sprinter auf der Ebene. Einziger kleiner Wehrmutstropfen, es gibt bei ihm nur 3 Unterstützungsstufen (Leistung ca.: 1 = 6 %, 2 = 68 %, 3 = 100 %).
In Verbindung mit meiner 8-Gang Kettenschaltung (11 – 32 Zähne) habe ich immer die bestmögliche Leistung zu Verfügung, wobei der Motor in den unteren Gängen an Leistung zulegt (höheres Drehmoment), dementsprechend ist die Beschleunigung höher.
Ja, so etwas hatte ich von einem Mittelmotor auch erwartet: Kleinster Gang = größte Motorunterstützung / beim Höherschalten = abnehmende Unterstützung. Dass sich das bei dem Leihrad ganz anders darstellt, entsetzt mich vor allem beim Herunterschalten. So im Sinn von: "Herunterschalten ist nutzlos".
Als besonderes Schmankerl besteht im Display-Menü die Möglichkeit die Standardbeschränkung von 25 km/h auf bis zu 40 km/h ganz einfach zu erhöhen...
Ich lese diesen Satz mit Betonung auf "Möglichkeit" und gehe davon aus, dass Du trotzdem pedelec-konform fährst... ;)
Ach ja, einen Freilauf hat das (Motor-)Tretlager natürlich auch, wobei nur die Pedalen sich frei drehen, das Kettenblatt samt Kette bewegen sich dabei nicht. Für mich auch wichtig, da ich zum Aufsteigen die Pedale immer ganz einfach nach vorne in höhere Stellung drehen kann.
Genau das hatte ich als völlig selbstverständlich erwartet. Ich halte dem Antriebhersteller (Impulse) mal zugute, dass es sich bei meinem Leihrad um einen seiner ersten und mittlerweile veralteten Typen handelt. Mit dem fehlenden Freilauf kam ich mir vor wie in der Steinzeit. Aber es geht möglicherweise auch gar nicht anders, wenn in der Hinterradnabe auch 'ne Rücktrittbremse eingebaut ist!

Du hast eine normale Kettenschaltung. Da ist der Freilauf ja "automatisch mit dabei".
Hättest du diesen Motor zum „testen“ gehabt, würde dein Urteil ein völlig anderes sein – also nicht gleich pauschal Mittelmotoren verurteilen!
Ja, bestimmt! Und wie gesagt: Es ist kein Pauschal- sondern ein Individual-Urteil.
Ich schreibe hier nicht als "Tester" sondern als "Einzelperson", die ein bestimmtes Rad mit einem bestimmten Antrieb auf subjektive Weise erlebt hat. Und wie mein Name zum Ausdruck bringt: Auch dafür "vergebe ich mir selbst".

Viele Grüße, E.M.A

P.S.: Was ich vermisse, sind detaillierte Beschreibungen, wie sich ein E-Antrieb (natürlich in Zusammenhang mit der verbauten Schaltung) in allen Einzelheiten verhält! So sagt es mir zum Beispiel herzlich wenig, dass (Hinterrad-)Nabenmotoren für eine "sportliche" Fahrweise richtig sind. "Sportlich" ist ein ziemlich dehnbarer Begriff - wie Gummi. Bisher habe ich "sportlich" immer als Kombination aus "schnell" und "kraftvoll" verstanden. Aber eine objektive "Verhaltensbeschreibung" wäre da viel nützlicher. Dann könnten wahrscheinlich viele auch ohne Probefahrt schon sehr genau abschätzen, ob wahrscheinlich ein Mittel- oder ein Nabenmotor für sie das Richtige ist.
...und bei mir kommt ja blöderweise noch mein Schwergewicht zum Tragen. Das wird es einem "sportlichen" Nabenmotor im wahrsten Sinn des Wortes "nicht gerade leicht machen"! Eigentlich bräuchte ich ein Fahrrad, das sowohl einen Mittel- als auch einen Nabenmotor hat und mir erlaubt, je nach Bedarf zwischen beiden umzuschalten. Oder noch besser: Das über eine Automatik verfügt, die "alles im Griff" hat, also die gerade gefahrene Strecke erkennt und gleichzeitig sowohl meine gewünschte Fahrgeschwindigkeit als auch meine Bereitschaft zur Eigenleistung analysiert - und daraufhin selbst (am besten butterweich) zwischen Mittelmotor und Nabenmotor umschaltet. Und um den Komfort auf die Spitze zu treiben: Der jeweils gerade NICHT benötigte Motor sollte mechanisch komplett ausgekoppelt werden. Im Fall von 100% Eigenleistung müssen natürlich beide Motoren ausgekoppelt sein!

Vielleicht nimmt sich mal irgendein Radhersteller diesen "Idealgedanken für sowohl schwere als auch (relativ) sportliche Fahrer" zu Herzen und lässt seinen genialen Ideen völlig freien Lauf. (Freilauf im Hirn für Alle! Mein Slogan zur Europawahl morgen ...)
Relish
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit

Beitrag von Relish »

Front oder Heckmotor (so wie du es nun bekommst) wird nicht darüber entscheiden wie sich das system fährt.
Die Ansteuerung. Und deiner Geschichte nach stimme ich dir da vollkommen zu. Der erste der das gleiche "Erfahren" hat.
Die bittere Pille: BionX verhält sich genauso. (Ebenfalls Drehmoment gesteuert) Für die Frau und als Gassi-Fahrrad völlig Akzeptabel.
Für mich PERSÖNLICH keine Akzeptable Nummer.

Ich würde mal bei deinen Umbau Leuten nachfragen was für ein Controller/Display als Steuereinheit dient.

Sollte es ein (billiges)Mehrstufen System sein wirst du ganz Böse auf die Nase fallen. Denn offensichtlich sind deine Ansprüche höher als der Durchschnitt der Ebiker. (Ich musste das erst mit Lehrgeld des ersten Systems "Bezahlen")

Mehrstufen System:
Stufe 1 = 12km/h
Stufe 2 = 15km/h
Stufe 3 = 18km/h
Stufe 4 = 21km/h
Stufe 5 = 25km/h

so mal als Beispiel. Die jeweilige Stufe schiebt auf die Geschwindigkeit ohne wenn und aber.
Willst du dann zu Zweit fahren oder einfach nur Konstant ist das nicht Möglich ohne zwischendurch immer wieder mit Treten aufzuhören. Schrittgeschwindigkeit schon mal gar nicht.

Ich kenne nicht alle Systeme am Markt und ich kümmer mich auch nicht darum (Weil es für mich nur eine (zufriedenstellende) Lösung gibt)
aber das ist der Stand den ich kenne und Schreibe die lediglich um dich zu warnen.
(1500€ finde ich ziemlich krass als Umbaukosten....Es sei denn da ist ein 1200Wh Akku verbaut)
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Ego Me Absolvo
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit

Beitrag von Ego Me Absolvo »

Relish hat geschrieben:...
Ich würde mal bei deinen Umbau Leuten nachfragen was für ein Controller/Display als Steuereinheit dient...
Danke für diesen Hinweis! Dasselbe habe ich mir gestern - nach der für mich chaotischen Erfahrung - auch vorgenommen!
Die jeweilige Stufe schiebt auf die Geschwindigkeit ohne wenn und aber.
Bisher habe ich die Beschreibungen so verstanden, dass man mit den verschiedenen Unterstützungsstufen keine "Geschwindigkeitsvorwahl", sondern die Vorwahl der prozentualen Kraftunterstützung im Vergleich zur eigenen aufgebrachten Kraft (letztlich natürlich Drehmoment) einstellt. So wie Du es beschreibst, handelt es sich aber bei diesen Billigcontrollern eher um "Tempomaten".
Du hast Recht: Ich muss unbedingt schnellstens nachfragen! Noch hat der Umbau ja (hoffentlich) nicht begonnen.
(1500€ finde ich ziemlich krass als Umbaukosten....Es sei denn da ist ein 1200Wh Akku verbaut)
Wenn ich den ursprünglich von mir angepeilten BionX-Umrüstsatz mit eingespeichtem Hinterrad gekauft hätte, hätte ich dafür rund 1.800 Euro hinblättern müssen. Aber ich hätte zusätzlich die Arbeit mit dem Selbsteinbau gehabt. Für Dich wahrscheinlich ein "Klacks", aber ich bin seit 30 Jahren aus dem mechatronischen Training. Ich müsste mir über jeden Schritt Gedanken machen und mir wahrscheinlich noch die eine und andere "Speziallösung/Anpassung" einfallen lassen. Das heißt, ich würde sicherheitshalber einen ganzen Tag für den Umbau und die Feinanpassung rechnen.

Die von mir genannten "unter 1500 Euro" (und ich meine "deutlich unter...") aber decken sowohl die Umbau- als auch die Materialkosten ab. Wenn ich das mit den Kosten und dem Zeitaufwand (sowie dem möglichen/wahrscheinlichen Stress) vergleiche, den mir ein BionX-Umbausatz beschert hätte, dann bin ich sehr zufrieden damit.
Außerdem kommt hinzu, dass durch diesen Umbau durch einen Fachbetrieb, letzterer die Gewährleistung sowohl für das komplette E-Antriebssystem als auch das umgebaute (und teils auch nachträglich z. B. an den Ausfallenden speziell verstärkte) Fahrrad übernimmt - natürlich nur, solange ich selbst keinerlei nachträgliche Veränderungen daran vornehme. (Für letzteren Fall gilt ein von mir unterschriebener Gewährleistungsausschluss).

Wenn ich das alles zusammen betrachte: Material, Arbeit, Verantwortung für die Sicherheit und Gewährleistung, dann muss ich sagen, dass ICH ein solches Angebot NICHT machen könnte und deshalb mit dem Preis-Leistungsverhältnis (zunächst) sehr zufrieden bin. Diese Zufriedenheit könnte sich natürlich ändern, wenn sich hinterher ein ähnlicher "Erfahrungs-"Effekt zeigt, wie bei dem Leihrad und wie Du ihn oben beschrieben hast. Aber das weiß ich erst nach dem praktischen Einsatz.

Wie gesagt: Ich bin dankbar für Deinen Hinweis und werde ihn gleich Montag zur Sprache bringen.

Ach ja: Könntest Du noch einmal kurz die für Dich zufriedenstellende Lösung in Stichworten beschreiben?

Viele Grüße, E.M.A

P.S.: Übrigens "1200 Wh": Pro Wattstunde zahle ich knapp 1 Euro für den Akku. Ein 1200 Wh-Akku würde mich dort bereits rund 1200 Euro kosten. Das mag in Deinen Augen vielleicht teuer sein, wenn Du Händlerzugriff auf bestimmte Akkusysteme hast. Aber schau' mal, was z. B. BionX einem Endkunden für einen Zweitakku/Ersatzakku abnimmt. Das ist noch erheblich mehr!
Relish
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit

Beitrag von Relish »

- Bin gespannt was sie verbauen.
- Bin kein Händler (und fahre halt Lipos(erhöhter Aufwand beim Laden)...kostet die Wh ungefähr 25/27cent)
- BionX ist völlig überteuert. Ohne Frage.Wenn Bion X dann ist es idR günstiger ein komplettes Rad zu kaufen.
Elfei hatte hier kurze Zeit ein Kalkhof BX24 im Angebot. 48v BionX mit 6,3Ah Akku für 999€
- Meine "Endlösung" ist der Cycle Analyst.Ich stelle Stufenlos die gewünschte (Watt)Leistung ein.
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Puffky
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit

Beitrag von Puffky »

Grüße
Puffky

Custom Bike Builder
Eleanor https://www.youtube.com/watch?v=irTOW5b043g ;)
In ihrer ganzen Schönheit http://www.elektroroller-forum.de/E-Rol ... &mode=view
7kWh250kmmax. 15kW, LiMn Akku
Buxi
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit

Beitrag von Buxi »

Hallo Ego Me Absolve,

wenn ich hier so deine Ansichten und Wünsche verfolge :roll:, dann komme ich langsam zu dem Schluss, dir fehlt nicht eine elektromotorische Unterstützung bei deinem Fahrrad, sondern ein Heimtrainer, nur der kann alle deine Anforderungen erfüllen – ich glaube du hast auf das falsche Pferd gesetzt! :oops:
Überdenke daher noch mal deinen Umrüstungsauftrag!
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Ego Me Absolvo
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit

Beitrag von Ego Me Absolvo »

Buxi hat geschrieben:...dir fehlt nicht eine elektromotorische Unterstützung bei deinem Fahrrad, sondern ein Heimtrainer, nur der kann alle deine Anforderungen erfüllen – ich glaube du hast auf das falsche Pferd gesetzt! :oops:
Überdenke daher noch mal deinen Umrüstungsauftrag!
Das Überdenken mache ich gerade. Zumindest werde ich intervenieren und nach dem genauen Regel- und Fahrverhalten sowie der regelungsbestimmenden Meßgrößen (Drehzahl, Drehmoment, oder was sonst noch) fragen. Vermutlich werde ich am Montag noch mal hinfahren, um so ein Rad doch über eine längere Strecke probezufahren.
Und wenn das Gesamtsystemverhalten nicht befriedigend ausfällt, bin ich bereit, zusätzlich in einen "intelligenteren" Kontroller zu investieren, wenn er das wesentlich bestimmende Glied für ein harmonisches Fahrgefühl ist.

Ein Heimtrainer (Rudergerät "concept 2 - Dynamic Rower") nimmt bereits ein Viertel meines Wohnzimmers ein, aber obwohl ich alles mögliche versucht habe, mich vom "öden Auf-der-Stelle-Rudern" abzulenken (Musik, spannende Krimis im Fernsehen), macht mir das Rudern einfach nicht den Spaß, wie die Bewegung an der "frischen" (na ja...) Luft, wo die grüne Umgebung an mir vorbeizieht. Zum Wohnzimmerrudern muss ich mich dagegen immer zwingen. Ich hab' auch schon mal versucht, den Fahrtwind durch einen großen Standventilator zu simulieren. Das mache ich (zumindest im Winter) nie wieder: Ein paar Stunden später hatte ich einen schmerzhaft steifen Hals, der mich fast 1 Woche lang an dieses misslungene Experiment erinnerte.

Ich nutze das Rudergerät nur dann, wenn die Witterung das Radfahren nicht erlaubt (oder stark verleidet) - und jetzt, bis ich mein geliebtes Radl zurück habe. Schade eigentlich.

Aber sind meine Erwartungen an ein Fahrrad mit intelligenter UND leistungsfähiger E-Unterstützung wirklich zu hoch? Bin ich vielleicht "zu anspruchsvoll", weil ich früher im Kraftwerksbereich ständig alle möglichen, teils sehr komplexen Regelungen/Steuerungen so lange geduldig optimieren/nachjustieren musste, bis sie exakt so liefen, wie es vom Betrieb erwartet wurde?
Wenn ja, dann muss ich wohl doch noch ein paar Jahre warten - entweder bis die Industrie diese Erwartung ganz selbstverständlich erfüllt, oder bis ich zu alt bzw. zu schwach zum Radfahren bin.

Gruß, E.M.A
Postman 57
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit

Beitrag von Postman 57 »

Hallo EMA,

Meine persönliche Meinung.
Bei allem Fachwissen was Du theoretisch besitzt, keine Frage,
interessiert mich, nach was du wirklich suchst. Ein e-bike oder
Pedelec fahren bedeutet auch, sich erst einmal an das neue Fahrverhalten zu gewöhnen.
Fakt ist: es fühlt sich anders an als das Fahren deines jetzigen Bikes. Das braucht schon ein paar Tage der Eingewöhnung.
Eine 8 Nabenschaltung mit einer 27er deore xt zu vergleichen, ist völlig daneben.
Dein vertrautes Fahrrad bedeutet, du bist eins mit dem Teil. Kennst das Schalterhalten und alles
läuft wie von selbst. Jedes neue bike ist wie das Tragen ein paar neuer Schuhe. Erst nach einiger Zeit
und einige Kilometern werde ich zufriedener sein.

Dann wundert mich doch sehr, dass du dir ein Fahrrad elektrifizieren lässt um deine Fitness zu steigern.
Deine Fitness steigerst du automatisch, wenn du halt so weiter machst wie bisher.
Wo du jetzt noch mit 5 km/ h die Steigung hochkraxelst, fährst du in der nächsten Woche schon mit
deutlich mehr Schwung hoch. In 6 Monaten bist du bei kontinuierlichem Training auf einem sehr
guten Niveau. Dafür benutze ich mein Cross oder Rennrad und nicht mein E-bike.

Im Augenblick habe ich das Gefühl, dass du nicht so wirklich sicher bist ob deine Wahl die richtige ist.
Schließlich konntest du den Bausatz nicht auf Herz und Nieren testen.

Was ich gut bei Elfei finde ist die Tatsache, dass du die Möglichkeit hast den Bausatz nach 30 Tagen ohne Angaben
von Gründen zurück zu senden bei voller Rückerstattung des Kaufpreises.
Der Einbau selber erfordert nicht wirklich eine grosse Schwierigkeit.
Wenn das ein Postbote schafft, dann bestimmt erst recht ein Mann mit deinem Fachwissen.

Sorry EmA, aber manchmal scheint es so als siehst du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Ich wünsche dir trotzdem von ganzem Herzen, dass sich für dich alles zum guten wendet.
Für 800 € hättest du den kompletten Bausatz, der Deinen Bedürfnissen entsprochen hätte, von verschiedenen
Anbietern beziehen können.
Meine Einschätzung die aber nichts zu bedeuten hat.

Gruß udo
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Ego Me Absolvo
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Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25

Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit

Beitrag von Ego Me Absolvo »

Hallo Udo,

mittlerweile habe ich auch selbst den Verdacht, dass die Motorisierung eine Schnappsidee von mir war - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, wo ich sie nicht wirklich brauche. Aber ich habe mich von einem Bekannten begeistern lassen. Der meinte, es sei Quatsch, zu glauben, dass man mit E-Motor weniger für die Fitness tue. Im Gegenteil: Man würde weitere Strecken fahren und letzten Endes sogar mehr für die Gesundheit tun. Ich glaube, dass ich hier einfach etwas zu gutgläubig war und mich zu schnell begeistern lassen habe, denn ihm macht es (wie wohl den meisten E-Bikern) nichts aus, den Akku unterwegs ggf. bis an sein Limit zu treiben. Genau das aber will ich nicht.

Ich wollte mir einfach zutrauen, auch längere, unbekannte Touren mit eventuell etlichen Höhenmetern zwischendurch zu fahren. Genau das vermeide ich seit fast 10 Jahren, indem ich immer dieselbe, mir "im Schlaf" bekannte Strecke fahre, von der ich sicher sein kann, dass sie mich nicht überfordert.
NUR um mich auf dieses "Wagnis" einzulassen, kam ich auf die Idee, mir einen "elektrischen Sklaven" (Servo-Motor heißt ja wörtlich übersetzt "Sklaven-Motor") ins Rad zu packen, der immer (und NUR dann) einspringen sollte, wenn mir selbst die Kräfte schwinden würden.

Ich habe tatsächlich nicht vor, mich an ein grundsätzlich neues Fahrverhalten zu gewöhnen, denn ich will den Motor ja so selten wie möglich überhaupt einschalten. Auf keinen Fall will ich (jetzt schon) grundsätzlich auf permanentes Pedelec-Fahren umsatteln. Das kommt erst dann in Frage, wenn ich meine Kondition auch durch Training nicht verbessern oder gar nicht mehr halten kann. Dieser Punkt kommt ja irgendwann beim Älterwerden unausweichlich. Aber noch ist er nicht da.
Bei Deinem Beruf ist es etwas ganz anderes: Du musst ja täglich schwere Lasten bewegen! Da ist ein (wie auch immer) motorisierter Untersatz in meinen Augen heute selbstverständlich.

An meinem Rad soll sich nichts Wesentliches ändern, weil ich davon ausgehe, bestimmt 95% oder mehr meiner Strecken nach wie vor aus eigener Kraft zu fahren. Ein zweites Gefährt kommt schon aus Kostengründen nicht in Frage. Außerdem würde dann eins von beiden immer "nutzlos rumstehen".

Ich hoffe, am Montagnachmittag schlauer zu sein (auch in Sachen "praktische Erfahrung mit dem Hinterradantrieb").

Viele Grüße, E.M.A
Antworten