Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
- Ego Me Absolvo
- Beiträge: 81
- Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25
Der Stand der Dinge
Bin gerade aus Bochum zurück und sehr froh über die unbürokratische Stornierung meines Umbauauftrags durch JEWO.
http://www.derwesten.de/staedte/bochum/ ... 83547.html
In einem längeren Gespräch sind wir so verblieben, dass ich jetzt erst einmal abwarte, bis dort ein Leihrad mit genau dem Umrüstsatz (Crystalite HT 3525 - HR-Nabe plus Controller Kit 36V 15A mit e-DR-Display* sowie JEWO-Akku 418 Wh) für Probefahrten zur Verfügung steht. Wenn ich mir dann einen eigenen - ganz praktischen, hand- und fußfesten - Eindruck bilden kann, entscheide ich neu. Bis dahin fahre ich zunächst weiter ohne E-Unterstützung.
*) Die weitaus meisten (Standard-)Pedelec-Fahrer - und das ist neben den FahrerInnen von Lastenrädern beim JEWO-E-Bike/Pedelec-Zweig die Hauptkundschaft - erwarten ja eine möglichst einfache Bedienung. Sie wollen (und können) sich meist gar nicht mit den tiefergehenden technischen Überlegungen auseinandersetzen, über die hier im Forum unter Erfahrenen bzw. Freaks diskutiert wird. Mit einem Cycle Analyst wären vermutlich die meisten PedelecerInnen überfordert. Wenn sie aber trotzdem mit dessen vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten experimentieren würden, könnten ganz leicht Betriebszustände entstehen, die nicht nur nicht mehr StVZO-konform sind, sondern bei denen die eine oder andere Komponente einfach so dahinschmilzt, während der Fahrer sich noch mit einem Lächeln im Gesicht über den "mächtigen Anschub" freut - nur eben nicht sehr lange.
Im Moment bin ich ein wenig zwiegespalten, denn dieser Umrüstsatz hat ein ganz anderes Steuerungsverhalten als das von mir am Wochenende gefahrene Leihrad mit Mittelmotor. Die Steuerung bietet 5 Leistungsstufen, wobei über Strombegrenzung in der niedrigsten Stufe dem Motor 50 Watt und in der höchsten Stufe 250 Watt Leistung zugeführt werden, solange keine 25 km/h überschritten werden und auch pedaliert wird. Wenn die Pedale ca. 0,3 Sekunden stillstehen, erhält der Motor keinen Saft mehr. Und sollte er trotz Pedalbewegung mehr als 15 Ampere ziehen wollen (z. B. bei niedrigen Drehzahlen am Berg), geht der Controller zum Konstantstrombetrieb über. D. h. er würde die Motorspannung herunterregeln.
Dass ich vorübergehend ein Rad mit Mittelmotor erhielt (und auch selbst nicht begriff, dass dies keinen Vergleich erlauben würde), war ein unglücklicher Zufall, ohne den ich heute noch in froher Erwartung auf mein umgebautes Rad wäre - und möglicherweise schließlich auch ganz zufrieden gewesen wäre.
Die oben beschriebene "einfache" Steuerung in Tateinheit mit einem Hinterrad-Nabenmotor muss zu einem ganz anderen Fahrverhalten führen, als bei dem Leihrad, so dass ich die mit diesem gemachten Erfahrungen nicht übertragen kann. Soweit ich es mir abstrakt vorstellen kann, müsste dies (in etwa) das sein, was ich erwarte. Aber sicher ist sicher: Deshalb warte ich auf die Möglichkeit einer Probefahrt mit dem "Zielsystem".
Viele Grüße E.M.A
http://www.derwesten.de/staedte/bochum/ ... 83547.html
In einem längeren Gespräch sind wir so verblieben, dass ich jetzt erst einmal abwarte, bis dort ein Leihrad mit genau dem Umrüstsatz (Crystalite HT 3525 - HR-Nabe plus Controller Kit 36V 15A mit e-DR-Display* sowie JEWO-Akku 418 Wh) für Probefahrten zur Verfügung steht. Wenn ich mir dann einen eigenen - ganz praktischen, hand- und fußfesten - Eindruck bilden kann, entscheide ich neu. Bis dahin fahre ich zunächst weiter ohne E-Unterstützung.
*) Die weitaus meisten (Standard-)Pedelec-Fahrer - und das ist neben den FahrerInnen von Lastenrädern beim JEWO-E-Bike/Pedelec-Zweig die Hauptkundschaft - erwarten ja eine möglichst einfache Bedienung. Sie wollen (und können) sich meist gar nicht mit den tiefergehenden technischen Überlegungen auseinandersetzen, über die hier im Forum unter Erfahrenen bzw. Freaks diskutiert wird. Mit einem Cycle Analyst wären vermutlich die meisten PedelecerInnen überfordert. Wenn sie aber trotzdem mit dessen vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten experimentieren würden, könnten ganz leicht Betriebszustände entstehen, die nicht nur nicht mehr StVZO-konform sind, sondern bei denen die eine oder andere Komponente einfach so dahinschmilzt, während der Fahrer sich noch mit einem Lächeln im Gesicht über den "mächtigen Anschub" freut - nur eben nicht sehr lange.
Im Moment bin ich ein wenig zwiegespalten, denn dieser Umrüstsatz hat ein ganz anderes Steuerungsverhalten als das von mir am Wochenende gefahrene Leihrad mit Mittelmotor. Die Steuerung bietet 5 Leistungsstufen, wobei über Strombegrenzung in der niedrigsten Stufe dem Motor 50 Watt und in der höchsten Stufe 250 Watt Leistung zugeführt werden, solange keine 25 km/h überschritten werden und auch pedaliert wird. Wenn die Pedale ca. 0,3 Sekunden stillstehen, erhält der Motor keinen Saft mehr. Und sollte er trotz Pedalbewegung mehr als 15 Ampere ziehen wollen (z. B. bei niedrigen Drehzahlen am Berg), geht der Controller zum Konstantstrombetrieb über. D. h. er würde die Motorspannung herunterregeln.
Dass ich vorübergehend ein Rad mit Mittelmotor erhielt (und auch selbst nicht begriff, dass dies keinen Vergleich erlauben würde), war ein unglücklicher Zufall, ohne den ich heute noch in froher Erwartung auf mein umgebautes Rad wäre - und möglicherweise schließlich auch ganz zufrieden gewesen wäre.
Die oben beschriebene "einfache" Steuerung in Tateinheit mit einem Hinterrad-Nabenmotor muss zu einem ganz anderen Fahrverhalten führen, als bei dem Leihrad, so dass ich die mit diesem gemachten Erfahrungen nicht übertragen kann. Soweit ich es mir abstrakt vorstellen kann, müsste dies (in etwa) das sein, was ich erwarte. Aber sicher ist sicher: Deshalb warte ich auf die Möglichkeit einer Probefahrt mit dem "Zielsystem".
Viele Grüße E.M.A
Re: Der Stand der Dinge
Ego Me Absolvo hat geschrieben:Mit einem Cycle Analyst wären vermutlich die meisten PedelecerInnen überfordert.
...wie auch die Händler.
Wenn sie aber trotzdem mit dessen vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten experimentieren würden, könnten ganz leicht Betriebszustände entstehen, die nicht nur nicht mehr StVZO-konform sind,
jap...gewollt natürlich.
sondern bei denen die eine oder andere Komponente einfach so dahinschmilzt,
bullshit. genau das macht den CA aus. Er "sieht" alles und begrenzt alles.
Inkl Temperaturüberwachung vom Motor und ggf zurückregeln der Leistung damit eben NIX schmilzt.
während der Fahrer sich noch mit einem Lächeln im Gesicht über den "mächtigen Anschub" freut - nur eben nicht sehr lange.[/i]
Blablablalba
Die Steuerung bietet 5 Leistungsstufen (aha...Leistungsstufen. Wette 100 Gummipunkte das es Geschwindigkeitsstufen sind!), wobei über Strombegrenzung in der niedrigsten Stufe dem Motor 50 Watt und in der höchsten Stufe 250 Watt Leistung zugeführt werden, solange keine 25 km/h überschritten werden und auch pedaliert wird.
Na Bitte. Geschwindigkeitsstufen. Denn das System erkennt nur: Pedale drehen sich. Stufe 1 = 50w.
Mit 50w erreicht man in der ebene halt Geschwindigkeit XY. Leicht Bergauf 6km/h, ebene 10km/h, Bergab 20km/h.
Pilot darf dann hinterher Pedalieren.)
Wenn die Pedale ca. 0,3 Sekunden stillstehen, erhält der Motor keinen Saft mehr.
wohl eher 0,5-1,0sek.
Und sollte er trotz Pedalbewegung mehr als 15 Ampere ziehen wollen (z. B. bei niedrigen Drehzahlen am Berg), geht der Controller zum Konstantstrombetrieb über. D. h. er würde die Motorspannung herunterregeln.
War das die Antwort von denen? Controller sieht mehr als 15A (bedeutet ja er sieht den Strom) und anstatt diesen zu reduzieren schmeisst er sein DC/DC Stepdownwandler an um die Spannung runterzuregeln?![]()
![]()
![]()
Konstantstrom? was soll das sein? 15A permanent? Ja Begrenzt bei 15A. Das glaube ich. Und das Spannung runterregeln soll was bewirken?
Ich wollts mir ja verkneifen. Und eigentlich hab ich 3 Bike Umbauten in der Queue.
Wenn du ein Cycle Analyst Fahrfertiges Bike haben willst, kommst mal rum und fährst Probe.
Dann kannst du direkt sagen was du willst oder dir lieber wäre und ich änder dir das VORORT
-
Postman 57
- Beiträge: 137
- Registriert: Sa 9. Nov 2013, 15:52
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Hallo,
Mensch Relish, das ist ein Angebot. Würdest du das wirklich machen?
Finde ich großartig von Dir
@EmA
Nimm das Angebot von Relish an.
Gruß udo
Mensch Relish, das ist ein Angebot. Würdest du das wirklich machen?
Finde ich großartig von Dir
@EmA
Nimm das Angebot von Relish an.
Gruß udo
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Hallo,
ich mische mich mal wieder ein, bezüglich den Leistungsstufen, wird bei diesen nun die Geschwindigkeit beschränkt oder die Motorleistung?
Relish meint es würde die max. mögliche Geschwindigkeit sein.
Ich selbst kann nicht sagen, ob das bei allen Motoren gleich ist, oder je nach Fabrikat/Typ/Modell verschieden. Eines kann ich aber sagen:
Mein ELFEi Bafang-Mittelmotor 250 W „8-fun“ regelt mit den 3 Unterstützungsstufen nicht die max. Geschwindigkeit, sondern die Motorleistung!
Mein System habe ich durch ein Wattmeter erweitert, weshalb ich über alle elektrischen Parameter perfekten Überblick habe. Schleiche ich z. B. mit der 3. höchsten Stufe 12 km/h den Berg hinauf und schalte auf Stufe 2 zurück, dann spüre ich sofort einen stärkeren Leistungsrückgang, bei Stufe 1 ist sogar kaum noch Leistung da!
Selbiges sehe ich auch auf dem Display des Wattmeters, bei Stufe 3 zieht der Motor gute 270 W, bei Stufe 2 ca. 160 W, bei Stufe 1 nur noch ca. 40 W!
Würde Stufe 2 noch bis ca. 20 km/h volle Leistung bringen, dann dürfe bei 12 km/h keine Leistungseinbruch stattfinden, ebenso nicht bei Stufe 1.
ich mische mich mal wieder ein, bezüglich den Leistungsstufen, wird bei diesen nun die Geschwindigkeit beschränkt oder die Motorleistung?
Relish meint es würde die max. mögliche Geschwindigkeit sein.
Ich selbst kann nicht sagen, ob das bei allen Motoren gleich ist, oder je nach Fabrikat/Typ/Modell verschieden. Eines kann ich aber sagen:
Mein ELFEi Bafang-Mittelmotor 250 W „8-fun“ regelt mit den 3 Unterstützungsstufen nicht die max. Geschwindigkeit, sondern die Motorleistung!
Mein System habe ich durch ein Wattmeter erweitert, weshalb ich über alle elektrischen Parameter perfekten Überblick habe. Schleiche ich z. B. mit der 3. höchsten Stufe 12 km/h den Berg hinauf und schalte auf Stufe 2 zurück, dann spüre ich sofort einen stärkeren Leistungsrückgang, bei Stufe 1 ist sogar kaum noch Leistung da!
Selbiges sehe ich auch auf dem Display des Wattmeters, bei Stufe 3 zieht der Motor gute 270 W, bei Stufe 2 ca. 160 W, bei Stufe 1 nur noch ca. 40 W!
Würde Stufe 2 noch bis ca. 20 km/h volle Leistung bringen, dann dürfe bei 12 km/h keine Leistungseinbruch stattfinden, ebenso nicht bei Stufe 1.
- Ego Me Absolvo
- Beiträge: 81
- Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Die Leistung P wird gesteuert - nicht die Geschwindigkeit (V). Letztere greift erst in dem Moment übergeordnet ein, wenn ihr Grenzwert von 25 km/h überschritten wird.Buxi hat geschrieben:Hallo,
ich mische mich mal wieder ein, bezüglich den Leistungsstufen, wird bei diesen nun die Geschwindigkeit beschränkt oder die Motorleistung?
Wenn die geringstmögliche Unterstützung (50 Watt) gewählt wird, sorgt der Controller dafür, dass dem Motor permanent 50 Watt zugeteilt werden. Dazu wird dem Motor soviel Spannung (U) aufgeschaltet, dass ihre Multiplikation mit dem sich in Folge einstellenden Strom (I) konstant 50 Watt beträgt - solange die Geschwindigkeit den Grenzwert nicht überschreitet. Wenn also ein 130 kg schwerer Mensch bewegt werden muss, resultiert daraus eine deutlich niedrigere Geschwindigkeit in der Ebene und bei Steigungen, als wenn eine "durchschnittlich" schwere Person von 75 bis 90 Kilogramm zu bewegen ist. Die bei unterschiedlichen Gewichtslasten erreichbare Geschwindigkeit mit einer gegebenen Leistung wird unterschiedlich sein - natürlich nur solange, wie diese Leistung klein genug ist, so dass mit ihr bei gegebenem Gewicht die Grenzgeschwindigkeit gar nicht erreicht werden kann.
Je nach Gesamtgewicht, Gegenwind, Rollwiderstand und Steigung kann es aber sein, dass eine der hohen Leistungsstufen ausreicht, um 25 km/h zu erreichen. Dann wird der Strom begrenzt, das heißt, auf einem konstanten Wert gehalten. Aber es ist keinesfalls so, dass das System eine bestimmte Geschwindigkeit als Sollwert auszuregeln versucht.
Natürlich wird sich bei gleichbleibendem Gesamtgewicht, gleichbleibendem Gegenwind, Rollwiderstand und gleichbleibender Steigung bei gegebener Konstantleistung auch eine praktisch immer gleiche Endgeschwindigkeit ergeben, Aber in der Praxis findet man wohl kaum eine solche "ideale Strecke" mit konstanten Einflüssen.
Der Motor ist nicht das bestimmende Glied für die Art der Regelung bzw. Steuerung. Ob Geschwindigkeit geregelt wird (Tempomat) oder elektrische Leistung hängt nur vom Controller, seinen Stellgrößen (also den Signalen, die die benutzten Sensoren und Sollwertgeber ihm vermitteln) und vom programmierten / verdrahteten Verhalten ab.Ich selbst kann nicht sagen, ob das bei allen Motoren gleich ist, oder je nach Fabrikat/Typ/Modell verschieden.
Ja, genau so verhält es sich auch bei dem mir angebotenen Standardsystem.Mein System habe ich durch ein Wattmeter erweitert, weshalb ich über alle elektrischen Parameter perfekten Überblick habe. Schleiche ich z. B. mit der 3. höchsten Stufe 12 km/h den Berg hinauf und schalte auf Stufe 2 zurück, dann spüre ich sofort einen stärkeren Leistungsrückgang, bei Stufe 1 ist sogar kaum noch Leistung da!
Selbiges sehe ich auch auf dem Display des Wattmeters, bei Stufe 3 zieht der Motor gute 270 W, bei Stufe 2 ca. 160 W, bei Stufe 1 nur noch ca. 40 W!
Gruß, E.M.A
Zuletzt geändert von Ego Me Absolvo am Di 27. Mai 2014, 02:46, insgesamt 1-mal geändert.
- Ego Me Absolvo
- Beiträge: 81
- Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25
Re: Der Stand der Dinge
Dann habe ich die Intelligenz des CA unterschätzt. In meinem Berufsleben bin ich allerdings nie so intelligenten Systemen begegnet, die unter allen Umständen "narrensicher" sind. Oft reichen ja kleine Änderungen an "Shunts" oder an Spannungsteilern, die dazu führen, dass einem elektrischen System falsche Ist-Werte vorgegaukelt werden. Dann "denkt" das System, der Istwert sei noch sehr weit von der zulässigen Grenze entfernt. Tatsächlich aber hat er sie bereits überschritten. (Narren sind erstaunlich erfinderisch im bewussten oder unbewussten Austricksen von Technik). Da ich aber den CA noch nicht intim kenne, kann ich diese "narrensichere Intelligenz" nur bewundernd zur Kenntnis nehmen)....sondern bei denen die eine oder andere Komponente einfach so dahinschmilzt,
bullshit. genau das macht den CA aus. Er "sieht" alles und begrenzt alles.
Inkl Temperaturüberwachung vom Motor und ggf zurückregeln der Leistung damit eben NIX schmilzt.
während der Fahrer sich noch mit einem Lächeln im Gesicht über den "mächtigen Anschub" freut - nur eben nicht sehr lange.[/i]
Blablablalba
Ich selbst hatte nie mit solchen fehlertoleranten/menschliche Fehler korrigierenden Systemen zu tun und muss zu meiner Schande bekennen, dass ich bis vor über 30 Jahren das eine oder andere auch sehr teure System irrtümlich geschrottet habe. Einer meiner Vorgesetzten war so wütend dass er mir vor versammelter Mannschaft mit hochrotem Kopf lauthals verordnete: "Herr ..., machen Sie in Zukunft nur das kaputt, was Sie auch selbst wieder reparieren können!" Von da an war ich lieber übervorsichtig als zu entspannt.
Weil diese erreichbaren Geschwindigkeiten aber von überwiegend unkontrollierbaren Größen, wie Gesamtgewicht, Rollwiderstand, Gegenwind/Windwiderstand u. a. bestimmt werden, kann nicht von Geschwindigkeitsregelung gesprochen werden. Der Motor bekommt einfach nur eine definierte Leistung in Watt zugeteilt - und muss dann sehen, was er unter den gegebenen - variablen - Einflussgrößen daraus "zaubern" kann.Na Bitte. Geschwindigkeitsstufen. Denn das System erkennt nur: Pedale drehen sich. Stufe 1 = 50w.
Mit 50w erreicht man in der ebene halt Geschwindigkeit XY. Leicht Bergauf 6km/h, ebene 10km/h, Bergab 20km/h.
Pilot darf dann hinterher Pedalieren.)
Wenn die Pedale ca. 0,3 Sekunden stillstehen, erhält der Motor keinen Saft mehr.
Das weiß ich ehrlich gesagt nicht exakt. Ich meine etwas von ungefähr 0,3 Sekunden gehört zu haben, kann's aber nicht beschwören.wohl eher 0,5-1,0sek.
Nein, das war nicht die Antwort meines Gesprächspartners. Das sind meine Worte, weil ich früher selbst für die KW-Meß- und Regeltechnik Konstantspannungs- wie auch Konstantstrom-Geber gebaut habe.War das die Antwort von denen? Controller sieht mehr als 15A (bedeutet ja er sieht den Strom) und anstatt diesen zu reduzieren schmeisst er sein DC/DC Stepdownwandler an um die Spannung runterzuregeln?![]()
![]()
![]()
Konstantstrom? was soll das sein? 15A permanent? Ja Begrenzt bei 15A. Das glaube ich. Und das Spannung runterregeln soll was bewirken?
Der Begriff "Konstantstrom" besagt, dass der Ausgangsstrom des gebenden Systems - unabhängig vom inneren Widerstand des angeschlossenen Nehmers (Motor, Messgerät, Regler etc.) - je nach Sollwert immer konstant bleibt. Bei einfachen Schaltungen, die nur mit Spannungsteilern arbeiten, ist eben dies nicht möglich. Da bestimmt der Innenwiderstand des Nehmers den Strom. Strombegrenzung wird immer dadurch erreicht, dass der Ausgangsstrom auf einem Maximalwert konstant gehalten wird, was dadurch erzielt wird, dass die Ausgangsspannung heruntergefahren wird. Mit "DC/DC" also "Gleichspannungswandlung" hat das nichts zu tun. Der jeweilige Leistungstransistor im Ausgang wird lediglich so angesteuert, dass er höherohmig wird bzw. wenn es sich um einen MOSFET mit Pulsweitenmodulation handelt, werden seine Pulsweiten verringert, wodurch im Ausgangskondensator letztlich ebenfalls wieder der zur Verfügung stehende integrale Mittelwert der Ausgangsspannung verringert wird.
Das hört sich in der Tat verlockend an.Ich wollts mir ja verkneifen. Und eigentlich hab ich 3 Bike Umbauten in der Queue.
Wenn du ein Cycle Analyst Fahrfertiges Bike haben willst, kommst mal rum und fährst Probe.
Dann kannst du direkt sagen was du willst oder dir lieber wäre und ich änder dir das VORORT
Wenn Du mir irgendetwas an die Hand geben kannst, das ich bei einer Verkehrskontrolle auf Papier vorweisen kann und das bestätigt, dass die Systemleistung immer pedelec-konform nicht über 250 Watt geht, wäre das wirklich sehr interessant. Ich kann mir nur nicht erlauben, bei einer solchen Kontrolle bestraft zu werden bzw. Bußgeld zu zahlen. Hier in Essen sind vor kurzem insgesamt rund 500 Fahrradfahrer kontrolliert worden - allerdings nicht ausschließlich auf Einhaltung der Pedelecvorschriften, sondern auch auf insgesamt vorschriftsmäßige und funktionierende Ausrüstung, sowie auf den Grad ihrer Alkoholisierung. Offenbar wurde etwa ein Viertel von ihnen zur Kasse gebeten. Genau das kann ich mir einfach nicht leisten. Deshalb ist StVZO-Konformität für mich oberste Prämisse.
Ich will unbedingt vermeiden, dass irgendein Verkehrspolizist misstrauisch auf den relativ großen Nabenmotor guckt und dann entscheidet, dass mein Rad sofort auf einen Leistungsprüfstand muss.
Mittlerweile ist mir klar, dass engagierte E-Radler (sofern sie was von der Materie verstehen) ihre Systeme tunen, trotzdem auch auf Radwegen fahren und bewusst inkaufnehmen, nicht mehr legal unterwegs zu sein. Aber das kann ich mir nicht leisten.
Wo ungefähr ist denn Dein Standort?
Viele Grüße, E.M.A
Zuletzt geändert von Ego Me Absolvo am Di 27. Mai 2014, 12:00, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Hallo EMA,
ich weiß nicht, weshalb du nach einem besonders starken Motor Ausschau hältst. Du möchtest doch keine Rennen mit ihm absolvieren, sondern dich bei größeren Steigungen nur zusätzlich unterstützen lassen. Das kann auch (fast) ein normaler Motor von der Stange!
Mein Freund hat gerade heute Montag sich bei Aldi ein CYCO-Pedelec gekauft, mit dem er in seinem Ort eine längere Steigung von gut 20 % mühelos im 1. Gang (7-fach Nabenschaltung) absolvierte!
Das besondere daran: Er wiegt 148 kg (das Pedelec weitere 28 kg)!
https://www.aldi-sued.de/de/angebote/an ... -pedelec1/
Der dort verbaute Motor entspricht genau dem Mittelmotor, der hier bei ELFEi angeboten wird. Wenn der Typ ohne jegliche Kondition das locker schafft, dann müsstest du das mit einem einfacheren Motor ebenso können, zumal du ca. 20 kg weniger wiegst und besser durchtrainiert bist!
ich weiß nicht, weshalb du nach einem besonders starken Motor Ausschau hältst. Du möchtest doch keine Rennen mit ihm absolvieren, sondern dich bei größeren Steigungen nur zusätzlich unterstützen lassen. Das kann auch (fast) ein normaler Motor von der Stange!
Mein Freund hat gerade heute Montag sich bei Aldi ein CYCO-Pedelec gekauft, mit dem er in seinem Ort eine längere Steigung von gut 20 % mühelos im 1. Gang (7-fach Nabenschaltung) absolvierte!
Das besondere daran: Er wiegt 148 kg (das Pedelec weitere 28 kg)!
https://www.aldi-sued.de/de/angebote/an ... -pedelec1/
Der dort verbaute Motor entspricht genau dem Mittelmotor, der hier bei ELFEi angeboten wird. Wenn der Typ ohne jegliche Kondition das locker schafft, dann müsstest du das mit einem einfacheren Motor ebenso können, zumal du ca. 20 kg weniger wiegst und besser durchtrainiert bist!
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Ihr fleißigen Schreiber ^^
Das mit den "Leistungsstufen" ist dann wohl im falschen Hals gelandet.
Die Problematik dieser Art ist nicht die Regelung "Wie-gehts-dem-controller-am-besten" sondern
wie fährt sich das für den Piloten......
Und genau da liegt das Problem: Es ist nicht Möglich (s)eine Geschwindigkeit zu halten oder jemanden anzupassen.
Simpel gesagt: Es fehlt die Stufenlose Regulierung.
Wegen Legal:
Papier gibts von keinem "Hersteller". Die Daten stehen auf dem Motor idR.
(Das die Jewo leuts dir n Schrieb als Firma mitgeben is ja Okay)
Es gibt Pedelec EU Gesetze und die kann man einhalten(oder auch nicht)
Der CA ermöglicht nahezu alles. (Gutes wie "Böses")
Ist ja niemand gezwungen die dunkle Seite der Macht zu kosten
Wegen der Motorgröße seh ich da kein Problem. Stell alles Legal ein und fertig.
Nichts anderes macht Jewo.
Und jeden 250w Nabenmotor kannst du (wie auch den großen) das doppelte/dreifache entlocken.
Wäre nicht Legal, ist aber genauso Möglich wie mit jedem Kaufbike.
Ich bin kein Elektrotechniker. Ich kann da auch nichts entwickeln, bauen oder das Rad neu erfinden.
Ich hab ein paar p=u*i Grundkenntnisse
...Aber beim "Benutzen/Einstellen/Abstimmen" lehn ich mich sehr Weit ausm Fenster 
Das mit den "Leistungsstufen" ist dann wohl im falschen Hals gelandet.
Die Problematik dieser Art ist nicht die Regelung "Wie-gehts-dem-controller-am-besten" sondern
wie fährt sich das für den Piloten......
Und genau da liegt das Problem: Es ist nicht Möglich (s)eine Geschwindigkeit zu halten oder jemanden anzupassen.
Simpel gesagt: Es fehlt die Stufenlose Regulierung.
Wegen Legal:
Papier gibts von keinem "Hersteller". Die Daten stehen auf dem Motor idR.
(Das die Jewo leuts dir n Schrieb als Firma mitgeben is ja Okay)
Es gibt Pedelec EU Gesetze und die kann man einhalten(oder auch nicht)
Der CA ermöglicht nahezu alles. (Gutes wie "Böses")
Ist ja niemand gezwungen die dunkle Seite der Macht zu kosten
Wegen der Motorgröße seh ich da kein Problem. Stell alles Legal ein und fertig.
Nichts anderes macht Jewo.
Und jeden 250w Nabenmotor kannst du (wie auch den großen) das doppelte/dreifache entlocken.
Wäre nicht Legal, ist aber genauso Möglich wie mit jedem Kaufbike.
Ich bin kein Elektrotechniker. Ich kann da auch nichts entwickeln, bauen oder das Rad neu erfinden.
Ich hab ein paar p=u*i Grundkenntnisse
- Ego Me Absolvo
- Beiträge: 81
- Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Ja, zustimm!Relish hat geschrieben:...
Die Problematik dieser Art ist nicht die Regelung "Wie-gehts-dem-controller-am-besten" sondern
wie fährt sich das für den Piloten...
Mit dem Gedanken, einfach konstant 50, 100, 150, 200 oder 250 Watt gleichbleibende Leistung (müsste sich nach meiner Vorstellung ungefähr so anfühlen wie gleichbleibender "Rückenwind" - völlig unabhängig von der eigenen Trittkraft und Trittfrequenz, solange sie nicht "gleich Null" ist) einstellen zu können, kann ich mich anfreunden.
Das ist etwas ganz anderes als die drehmomentabhängige (?) Regelung am Leihrad mit Mittelmotor, die mich an dieser Welt hat zweifeln lassen. Bei konstanter E-Leistung kann sich m. E. kein Pumpen/Oszillieren der Vortriebskraft einstellen. Da schiebt "einer" einfach nur, wobei der Schub aufhört, wenn ich schneller als 25 km/h bin. Von da an muss ich die gesamte Vortriebsleistung selbst aufbringen. Macht aber nichts - ich bin ja "selbst schuld", wenn ich schneller fahren will.
Auch das sehe ich genau so.Wegen Legal:
Papier gibts von keinem "Hersteller". Die Daten stehen auf dem Motor idR.
(Das die Jewo leuts dir n Schrieb als Firma mitgeben is ja Okay)
Es gibt Pedelec EU Gesetze und die kann man einhalten(oder auch nicht)
Der CA ermöglicht nahezu alles. (Gutes wie "Böses")
Ist ja niemand gezwungen die dunkle Seite der Macht zu kosten
Dummerweise wird von der "Exekutive" fast immer nach irgendwelchen Papieren gefragt. Wenn die plausibel erscheinen, gibt sich der "Exekutierende" meist zufrieden ... es sei denn, er ist misstrauisch (z. B. weil er selbst auf der "dunklen Seite der Macht" steht und genau weiß, mit welchen Mitteln sich das, was auf dem geduldigen Papier steht, umgehen lässt). Aber die meisten dieser Exekuteure sind vermutlich dran interessiert, ihren Dienst nach Vorschrift zu machen, sich keinen unnötigen Stress (Mehrarbeit) aufzuhalsen und geben sich daher mit dem Vorzeigen von Personalausweis, Führerschein, Kfz-Schein (und hoffentlich auch einer Umrüstungs-Rechnung auf der die Systemleistung ausgewiesen ist) zufrieden - solange da nicht ein gewisser "Bin Laden" unterschrieben hat oder so ...
Du hast völlig Recht. Aber ich würde mich wohler fühlen, wenn der Gesetzgeber endlich den elend simplen Begriff "Motorleistung" durch "(eingestellte) Systemleistung" ersetzen würde. Bis dahin könnte ein schlichter, "geradeaus denkender" Exekuteur auf die Idee kommen, nachzugucken, welche Nennleistung auf dem Motor-Typenschild selbst angegeben ist. Und wenn er da liest "Pn = 1100 Watt", dann zieht er möglicherweise schneller als ich gucken kann, seine 08/15 aus dem Halfter und legt mir in der nächsten Sekunde die Handschellen aus schönem, hochglänzendem und stabilem, rostfreiem Edelstahl an, während mein geliebtes Radl unverzüglich (wegen "Gefahr im Verzug") in die Schrottpresse des nächstgelegenen Recyclinghofs wandert ...Wegen der Motorgröße seh ich da kein Problem. Stell alles Legal ein und fertig.
Nichts anderes macht Jewo.
Ja, natürlich. Aber je nach Dimensionierung des Motors verkraftet der eine diese "Übersteuerung" möglicherweise ein paar Stunden, während ein "kleines Motörchen" nach weniger als einer Minute abraucht, weil es nicht "einsehen will", dass es auch als Heizung arbeiten soll.Und jeden 250w Nabenmotor kannst du (wie auch den großen) das doppelte/dreifache entlocken.
Wäre nicht Legal, ist aber genauso Möglich wie mit jedem Kaufbike.
Schon öfters habe ich in Foren gelesen, dass die Pedelec/E-Bike-Besitzer gar nicht so glücklich darüber waren, dass der Motor ihnen einfach weggeschmolzen ist - wenn er keinen zuverlässigen Übertemperaturschutz hatte.
Meiner Meinung nach ist auf dem Pedelec-/E-Bike-Markt zum heutigen Zeitpunkt immer noch viel zu viel "offen", "unklar", "gesetzlich nicht wirklich eineindeutig formuliert", so dass letztlich die FahrerInnen immer das eine oder andere Restrisiko selbst tragen müssen. Die meisten von ihnen werden sich aber darüber vermutlich gar keine Gedanken machen
Deshalb müssen sie vom Hersteller "vor sich selbst geschützt" werden, so gut es eben möglich ist. Leider aber verfolgt vermutlich jeder Hersteller den Gedanken, dass es doch wunderschön wäre, wenn sein Produkt genau so lange hielte, wie er zur Gewährleistung verpflichtet ist. Aber möglichst keinen Tag länger ...
LG, E.M.A
Zuletzt geändert von Ego Me Absolvo am Di 27. Mai 2014, 12:16, insgesamt 2-mal geändert.
- Ego Me Absolvo
- Beiträge: 81
- Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Es kommt auf die tatsächliche elektromechanische Auslegung (Dimensionierung) des Motors an.Buxi hat geschrieben:...ich weiß nicht, weshalb du nach einem besonders starken Motor Ausschau hältst. Du möchtest doch keine Rennen mit ihm absolvieren, sondern dich bei größeren Steigungen nur zusätzlich unterstützen lassen. Das kann auch (fast) ein normaler Motor von der Stange!
Wenn ich ein Hersteller bin, dann kann ich meine Entwicklungsabteilung anweisen, einen Motor zu konstruieren, der genau die von mir angegebene Nennleistung über die Zeitdauer einer "durchschnittlich langen" Radtour abgeben kann, ohne sich zu verabschieden.
Dazu lautet die Anweisung an den Entwickler: "Das Ding soll 250 Watt über 3 Stunden abkönnen - plus einer kleinen Reserve von 10%. Wer längere Touren als 3 Stunden unter Volllast fährt oder dem Motor mehr als 250 + 25 Watt abverlangt, dem soll es dadurch gedankt werden, dass der Motor ihm alsbald "kleine freundliche Rauchzeichen" übermittelt!"
Als (technisch verständiger) Endverbraucher aber habe ich ganz andere Ziele, nämlich: "Das Dings soll unter allen Umständen ewig halten!" Dann muss ich selbst (der Hersteller hat kein Interesse daran) darauf achten, dass, wenn ich dem Motor über viele Jahre Tag für Tag je 3 Stunden lang 275 Watt abverlange, dieser eine drei- bis viermal (oder mehr) höhere Dauernennleistung abgeben kann, so dass ich von ihm zu keiner Zeit mehr als 25 bis 30% dessen verlange, was er dauerhaft leisten könnte.
Kein Hersteller wird (im kapitalistischen Sinn) so blöd sein, das freiwillig zu tun. Er würde sich nur schaden und wäre auf dem Markt schnell weg vom Fenster.
Ich hoffe, Du hältst mich nicht für borniert, wenn ich nach meiner kürzlichen ersten und letzten Mittelmotor-Erfahrung grundsätzlich Abstand von Mittelmotoren halte und davon ausgehe, dass Mittelmotorräder wirklich nur für FahrerInnen geeignet sind, die sich während der ganzen Fahrt von Ihnen unterstützen lassen wollen. Aber das betrifft nur meine individuelle Absicht, eben weil das Rad auch nach Umbau zum Kardiotraining geeignet bleiben soll. Allein die Beschränkung auf 8 oder 9 Gänge (genauer: auf eine Übersetzungsspanne von 1 : 3) verunmöglicht mir das schon - völlig unabhängig vom verbauten Motor.Der dort verbaute Motor entspricht genau dem Mittelmotor, der hier bei ELFEi angeboten wird...
LG, E.M.A
