Welcher Umbausatz ist der richtige für mich als Neuling?

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Relikt24
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Registriert: Mo 10. Aug 2015, 15:14

Re: Welcher Umbausatz ist der richtige für mich als Neuling?

Beitrag von Relikt24 »

So heute war endlich die erste Tour. Jajaja...warum den erst jetzt? Nun, ich hab das komplette Bike selbst umgerüstet. Jetzt sind nur noch der Rahmen, Vordergabel und die Räder original, alles andere und damit mein ich wirklich alles andere (Schaltung, Schaltwerk, Bremsen,Lenker,Vorbau,Handgriffe,etc.etc.etc.) ist neu. Leider ist so ein alter Rahmen mit den heutigen Teilen nicht mehr so gut kompatibel sodass es einfach länger dauert bis man das passende gefunden hat (Lieferzeit des Mittelmotors waren eh fast 4 Wochen). Da ich das "noch nie" selber gemacht habe, hab ich mich da erstmal reinarbeiten müssen, aber hat viel Spass gemacht :) Ein hoch auf YouTube Videos :lol:

Ok nun zur Tour. Der erste Eindruck ist ja meist der Entscheidende! Ich bin also völlig untrainiert (vor 8 Wochen letzter Waldlauf)
und mit 100kg (mist) gleich mal auf Stufe 5 volle Unterstützung und den Berg die Steige hoch 5km. Ging gut hoch, super Unterstützung, Antrieb so gut wie nicht zu höhren. Der 1 Gang war mir sogar zu klein, also bin ich meist im 3-4 Gang geblieben. Früher musste ich da im 1-2 Gang hoch bei 6-8 km/H Durchschnittsgeschwindigkeit. Diesmal waren es untrainiert und mit Stufe 5 14-18 km/H !!! Früher brauchte ich da hoch ca. 40min, jetzt waren es 22 Minuten und nicht mal ausser Puste gekommen! Der Akku nahm um einen Strich ab. Dann ebenerdig weiter immer in Stufe 5 volle Power bei 35-40 km/H. (Hatte immer das Gefühl der Antrieb könnte auch bis 50km/H...). Dann Bergab, und unten bei 40 km/H voll weiter immer leicht bergab. (Bei 40 drehen einem schon die Beine durch, da wünscht man sich ne bessere Übersetzung). Vor mir tauchte ein Boschantrieb auf der fuhr ungefähr 35 km/H und hatte einen ganz langsamen Tritt, und ich drehte bei 40 km/H fast durch.....(Verdammt da muss noch mehr gehn). Der Boschityp hatte auf jedenfall eine bessere Übersetzung. Nach ca. 20km ging der nächste Akkustrich auf 50% runter, später ging er dann wieder etwas hoch. Egal, volle Power weiter auf Stufe 5. Nach 28km und genau 1 Stunde war ich wieder zuhause. Akku auf 50%.
Und ich untrainert kaum aus der Puste, hätte locker nochmal soweit gekonnt. :D

Was war super:
-Antrieb kaum bis garnicht hörbar, nur ein sehr leises Summen im kleinsten Gang, SUPER. (dachte die Dinger sind lauter :) )
-Unterstützung von Stufe 3 bis 5, geht echt voll ab, man kommt nicht ausser Puste
-Einbau des Motors in gut 1 Std. 30min erledigt (wenn sich das Bike nicht wehrt ;) )

Was könnte besser sein:
-Stufe 1 und 2 bringen kaum Unterstützung und sind fast nutzlos. Naja...ne Frau sieht das wahrscheinlich anders... hehe
-Stufe 5 könnte nach oben locker noch mehr Leistung bringen.
-bei 40km/H drehen die Beine fast durch. Ein größeres Kettenblatt wäre besser!!! Wahlweise bitte anbieten!
-Akkuhaltbarkeit, da hatte ich etwas mehr erwartet als nach 28km halb leer, aber lag wahrscheinlich an maximal Stufe 5
Wer längere Touren plant um die 100km sollte den grossen Akku nehmen.
-Die Montageanleitung ist ein schlechtbebildeter Witz!!! Eine richtige Schritt für Schritt Anleitung mit Beschreibung und passenden Bildern dazu fehlt! Das ist ja nun wirklich nicht so schwer mal kurz das Wordpad unzuschmeissen und das vernünftig zu machen oder? Gottseidank haben sie ein sehr gutes Montagevideo, das passt. Aber ohne das......schlecht!
-Spezialwerkzeug liegt nicht bei: Gelenkhakenschlüssel, Kurbelabzieher, Tretlagerabzieher, Kabelbinder kosten zusammen grade mal 30 Euro. Das könnte man schon dazulegen bei über 1000 Euro!


Mein Fazit:


Geiler Antrieb, sehr leise, absolut empfehlenswert!
:mrgreen: :D
Relikt24
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Re: Welcher Umbausatz ist der richtige für mich als Neuling?

Beitrag von Relikt24 »

Achtung Trettlager hat sich gelockert!!!

So noch ein wichtiger Nachtrag bzw. Erkenntnis:

Ich habe eine kleine Schwachstelle gefunden.

Nachdem ich eine "heftige Schotterpistentour" gemacht habe stellte ich beim fahren eine Reibung im Trettlager oder Motor fest, aber nur jedesmal wenn ich eine halbe Pedaldumdrehung machte.. Hatte gleich den Verdacht das sich das Trettlager gelöst hat. Und tatsächlich die "Spannscheibe", die mit dem Gelenkschlüssel am Trettlager festgezogen wird, hatte sich losgerüttelt! Dadurch ist der Motor mit seinem Gewicht natürlich nach unten gerutscht und das Trettlager hatte Spiel.

Das kann also passieren wenn man sein Bike ordentlich durchrüttelt!

Ursache bei mir:
Die "dreieckige Befestigung" des Mittelmotors hat auf einer Seite 3-4 Rillen die in die Rillen am Trettlager passen sollen. Problem bei meinem alten Rahmen ist der hat "keine" Rillen am Trettlager! Das bemerkte ich schon beim Einbau, und hatte mir überlegt mit einem Dremel Schleifer ein paar Rillen reinzuschneiden. Habe ich aber bis jetzt nicht gemacht, da es auch vermeintlich so gehalten hat.

Lösung:
1. Mittelmotor nochmal aus dem Trettlager ausbauen und mit einem Dremel Schleifer die passenden Rillen ins Trettlager schneiden damit die dreiekiger Befestigungsplatte ordentlich halt findet. (die Gefahr das sich die Gelenkhakensicherung wieder irgendwann löst besteht natürlich trotzdem).

2. Die Gelenkhakensicherung nochmal nachspannen und Motor wieder in obere Stellung bringen. Dann lange schwarze Kabelbinder nehmen und 2 links und 2 rechts um den Motor und das Trettlager ziehen (da ist noch Platz). Alle Kabelbinder gleich richtig mit Power anziehen. Damit die Kabelbinder nicht seitlich vom Motor rutschen können, bindet man diese mit 1-2 Kabelbindern in der Mitte zusammen. Nun muss der Motor nur noch nach oben abgesichert werden damit er nicht runterrutschen kann falls sich das Lager lockert. Also, einen Kabelbinder durch die Kabelbinder am Motor durchziehen und am Schrägrahmen oben richtig strammziehen. Nochmal 2 Kabelbinder(Doppelsicherung) durch die Kabelbinder am Motor ziehen und über die Akkuhalterung am Schrägrahmen ziehen und ordentlich strammziehen. (Wer seinen Akku woanders hat zieht die Kabelbinder am Schrägrahmen fest).
Fertig! Der Motor kann nun nicht mehr nach unten rutschen falls sich das Lager löst. Ausserdem hat man damit viel mehr Stabilität für den Motor erreicht.

Ich habe mich erstmal für Lösung 2 entschieden weil das schneller geht. Sollte sich wieder das Lager lösen mach ich einfach "beides".

Bei meinem Bausatz war die Gelenkhakensicherung dabei und noch eine 2te Scheibe die man aber mit dem Schlüssel nicht anziehen kann. Geht nur von Hand oder vorsichtig mit einer Rohrzange. Früher waren es anscheinend 2 Gelenkhakensicherungen. Ich wette das ist besser und sicherer!!
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