Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
- Ego Me Absolvo
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Je länger ich hier über das Thema E-Bike kommuniziere (und mich entsprechend im Dialog mit den anderen Teilnehmern hier immer tiefer hineindenke) desto deutlicher wird mir etwas, das ich bisher offenbar komplett falsch gesehen habe:
Wer auf ein Pedelec oder E-Bike umsteigt, wechselt damit auf ein grundsätzlich anderes Fortbewegungsmittel. Es sieht nur noch so aus wie ein Fahrrad, aber es verhält sich so grundsätzlich anders, dass man nicht mehr genau dasselbe damit machen kann, wie mit einem einfachen Fahrrad. Und: Man muss sich an das neue System und seine Möglichkeiten erst gewöhnen.
Ich dagegen dachte bis vorgestern:
Mein Fahrrad bleibt mein Fahrrad - auch vom Fahrverhalten her.
Ich "schmeiße" lediglich zusätzlich noch einen E-Antrieb da rein, den ich auf vielleicht 3 bis 5% der Fahrstrecke einschalte, damit er mich zusätzlich anschiebt, wo meine Kraft nicht ausreicht, um Steigungen flotter hochzukommen als bisher. Aber am gewohnten "Fahrgefühl" und "Einsatzzweck Training" soll sich - während des überwiegend ausgeschalteten Zustands - nichts ändern (außer ein bisschen mehr Rollwiderstand - den ich hinnehmen würde).
Offenbar habe ich einen ganz grundsätzlichen Denkfehler gemacht.
Gruß E.M.A
Wer auf ein Pedelec oder E-Bike umsteigt, wechselt damit auf ein grundsätzlich anderes Fortbewegungsmittel. Es sieht nur noch so aus wie ein Fahrrad, aber es verhält sich so grundsätzlich anders, dass man nicht mehr genau dasselbe damit machen kann, wie mit einem einfachen Fahrrad. Und: Man muss sich an das neue System und seine Möglichkeiten erst gewöhnen.
Ich dagegen dachte bis vorgestern:
Mein Fahrrad bleibt mein Fahrrad - auch vom Fahrverhalten her.
Ich "schmeiße" lediglich zusätzlich noch einen E-Antrieb da rein, den ich auf vielleicht 3 bis 5% der Fahrstrecke einschalte, damit er mich zusätzlich anschiebt, wo meine Kraft nicht ausreicht, um Steigungen flotter hochzukommen als bisher. Aber am gewohnten "Fahrgefühl" und "Einsatzzweck Training" soll sich - während des überwiegend ausgeschalteten Zustands - nichts ändern (außer ein bisschen mehr Rollwiderstand - den ich hinnehmen würde).
Offenbar habe ich einen ganz grundsätzlichen Denkfehler gemacht.
Gruß E.M.A
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Hi Ego,
du bist echt ein komischer Mensch. Sorry, aber was andres fällt mir beim lesen deiner Kommis nicht ein.
Wie kannst du als hochtheoretischer gelehrter Mensch annehmen, daß bei einem Mehrgewicht von ca.8 kg das Fahrverhalten unverändert bleibt!?
Wenn man 5 große 1,5l Flaschen Cola (oder besser Wasser....wegen den Kalorien ...
... ) mit dem Fahrrad einkaufen geht da weiß doch jedes Kind das sich die Karre danach etwas anders steuern lässt....
Naja, wie auch immer. Vielleicht ist das hier das richtige für dich:http://www.vivax-assist.com/de/produkte ... t_4-0.html
du bist echt ein komischer Mensch. Sorry, aber was andres fällt mir beim lesen deiner Kommis nicht ein.
Wie kannst du als hochtheoretischer gelehrter Mensch annehmen, daß bei einem Mehrgewicht von ca.8 kg das Fahrverhalten unverändert bleibt!?
Wenn man 5 große 1,5l Flaschen Cola (oder besser Wasser....wegen den Kalorien ...
Naja, wie auch immer. Vielleicht ist das hier das richtige für dich:http://www.vivax-assist.com/de/produkte ... t_4-0.html
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
kommt immer darauf an wo sich die wasserflaschen befinden....
in einer tüte am lenkerende fühlt sich das anders an als in der hinterrad nabe.
fürs protokoll: mein ghost wog 37kg am ende.
lass dich nicht verunsichern.
kläre ab was verbaut wird. dann entscheide dich für die varianten: umbauen lassen firma, selber umbauen.
in einer tüte am lenkerende fühlt sich das anders an als in der hinterrad nabe.
fürs protokoll: mein ghost wog 37kg am ende.
lass dich nicht verunsichern.
kläre ab was verbaut wird. dann entscheide dich für die varianten: umbauen lassen firma, selber umbauen.
- Ego Me Absolvo
- Beiträge: 81
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Hi Rudolf,
dass das Rad durch das Mehrgewicht "schwerfälliger" wird und mehr Rollwiderstand durch die magnetischen Eigenschaften des ausgeschalteten Motors bekommt, ist mir klar und stört mich auch nicht. Ich rede es mir "schön", indem ich denke, dass all das den Trainingseffekt bereits bei niedrigeren Geschwindigkeiten bewirkt. Und das ist okay, denn bei geringeren Geschwindigkeiten sind die Unfallfolgen i. d. R. nicht so schwerwiegend. Diese Veränderung ist mir bewusst.
Mit inakzeptablem Fahrverhalten meine ich das, was postman 57 hier anspricht: Das Umgewöhnen an ein "neues paar Schuhe". Also das Umgewöhnen an das Regelverhalten des E-Antriebes, wenn ich diesen E-Antrieb nur über einen kurzen Zeitraum nutze und sonst mit Eigenleistung fahre.
Ich bin nicht bereit, mich an ein Regel- bzw. Ansprechverhalten eines "primitiv programmierten/verdrahteten Systems" zu gewöhnen. Also z. B. an das "Leistungspumpen bzw. -schwanken" eines viel zu nervös ansprechenden und unausgeglichenen Controllers, der bereits minimalen Pedaldruck deutlich verstärken will, aber ebenso minimale Pedaldruckrücknahme mit einem eben solchen sofortigen Rückgang seiner Kraft-Unterstützung beantwortet. Das ist nichts anderes als eine katastrophale Verschlimmerung des Gewohnten. Das EIERT!
Und genau so wenig akzeptiere ich, dass sich die Servo-Unterstützung ebenfalls reduziert, wenn ich in einen niedrigeren Gang schalte. Das Herunterschalten mache ich ja gerade, um zwar schneller zu treten aber dabei weniger Pedalkraft aufwenden zu müssen. Das von mir z. Z. gefahrene Leihrad aber verhält sich genau so (regelrecht "blöd"). Ein so reagierender E-Antrieb macht das Herunterschalten völlig nutzlos. Auf so einen Unsinn lasse ich mich nicht ein.
Ich gehöre nicht zu denen, die unkritisch alles Neue begrüßen, bloß weil es neu ist. Sehr oft bringt das Neue eine Verschlechterung bestimmter (früher selbstverständlicher) Eigenschaften mit. Es scheint nicht wenige Menschen zu geben, die diese objektive Verschlechterung aus ihrer Wahrnehmung ausblenden und grundsätzlich "Neu" mit "Besser" gleichsetzen. Viel zu oft habe ich in den letzten Jahrzehnten aber erlebt, dass das "Neue" zwar besser, aber nur für die Hersteller besser ist, weil:
Zu dem Vivax-Assist:
Hab' mir gerade den Testbericht und die Daten/Funtionsweise angesehen. Wirkt auf mich wie ein "Mittelmotor der anderen Art", da er auch die Frontgangschaltung weiter beibehalten lässt und dabei auch die Umschaltung der Kettenblätter berücksichtigt. Aber er hat auch einen stolzen Preis!
Im Moment ist mein Kopf voll mit verschiedensten Gedanken zu E-Antrieben und ihrem Fahrverhalten. Deshalb möchte ich mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit einem weiteren System auseinandersetzen, zumal ich sowieso befürchte, dass es besser gewesen wäre, einfach ohne E-Antrieb weiterzufahren und das "Quälen bei Anstiegen" hinzunehmen.
@ relish:
Jau! Da ist ein Riesenunterschied: 2 volle Gepäcktaschen am Gepäckträger á 10 kg sind kein Problem für mich. Da leidet nur das Hinterrad drunter. Aber das Rad im Ganzen lässt sich weiter stabil geradeaus fahren.
Aber schon 2 kg in einer Tragetasche am Lenker gehalten, können sich im ungünstigsten Fall durch Lenkbewegungen und Anstoßen mit dem Knie so sehr aufschaukeln, dass es zum Sturz kommt.
Gruß, E.M.A
dass das Rad durch das Mehrgewicht "schwerfälliger" wird und mehr Rollwiderstand durch die magnetischen Eigenschaften des ausgeschalteten Motors bekommt, ist mir klar und stört mich auch nicht. Ich rede es mir "schön", indem ich denke, dass all das den Trainingseffekt bereits bei niedrigeren Geschwindigkeiten bewirkt. Und das ist okay, denn bei geringeren Geschwindigkeiten sind die Unfallfolgen i. d. R. nicht so schwerwiegend. Diese Veränderung ist mir bewusst.
Mit inakzeptablem Fahrverhalten meine ich das, was postman 57 hier anspricht: Das Umgewöhnen an ein "neues paar Schuhe". Also das Umgewöhnen an das Regelverhalten des E-Antriebes, wenn ich diesen E-Antrieb nur über einen kurzen Zeitraum nutze und sonst mit Eigenleistung fahre.
Ich bin nicht bereit, mich an ein Regel- bzw. Ansprechverhalten eines "primitiv programmierten/verdrahteten Systems" zu gewöhnen. Also z. B. an das "Leistungspumpen bzw. -schwanken" eines viel zu nervös ansprechenden und unausgeglichenen Controllers, der bereits minimalen Pedaldruck deutlich verstärken will, aber ebenso minimale Pedaldruckrücknahme mit einem eben solchen sofortigen Rückgang seiner Kraft-Unterstützung beantwortet. Das ist nichts anderes als eine katastrophale Verschlimmerung des Gewohnten. Das EIERT!
Und genau so wenig akzeptiere ich, dass sich die Servo-Unterstützung ebenfalls reduziert, wenn ich in einen niedrigeren Gang schalte. Das Herunterschalten mache ich ja gerade, um zwar schneller zu treten aber dabei weniger Pedalkraft aufwenden zu müssen. Das von mir z. Z. gefahrene Leihrad aber verhält sich genau so (regelrecht "blöd"). Ein so reagierender E-Antrieb macht das Herunterschalten völlig nutzlos. Auf so einen Unsinn lasse ich mich nicht ein.
Ich gehöre nicht zu denen, die unkritisch alles Neue begrüßen, bloß weil es neu ist. Sehr oft bringt das Neue eine Verschlechterung bestimmter (früher selbstverständlicher) Eigenschaften mit. Es scheint nicht wenige Menschen zu geben, die diese objektive Verschlechterung aus ihrer Wahrnehmung ausblenden und grundsätzlich "Neu" mit "Besser" gleichsetzen. Viel zu oft habe ich in den letzten Jahrzehnten aber erlebt, dass das "Neue" zwar besser, aber nur für die Hersteller besser ist, weil:
- es neue Begehrlichkeiten/Begierden bei den Konsumenten weckt und damit den Konsum steigert (Gewinnsteigerung)
- es billiger/einfacher zu produzieren ist (Kostensparung / Gewinnmaximierung)
- es schneller kaputt geht (durch in das Produkt gezielt "hineingeplante Obsoleszenz" [vereinfacht: Selbstzerstörung durch frühzeitigen Verschleiß] wird der Endverbraucher gezwungen, viel häufiger und viel mehr Geld für Unsinn auszugeben als bisher.
Zu dem Vivax-Assist:
Hab' mir gerade den Testbericht und die Daten/Funtionsweise angesehen. Wirkt auf mich wie ein "Mittelmotor der anderen Art", da er auch die Frontgangschaltung weiter beibehalten lässt und dabei auch die Umschaltung der Kettenblätter berücksichtigt. Aber er hat auch einen stolzen Preis!
Im Moment ist mein Kopf voll mit verschiedensten Gedanken zu E-Antrieben und ihrem Fahrverhalten. Deshalb möchte ich mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit einem weiteren System auseinandersetzen, zumal ich sowieso befürchte, dass es besser gewesen wäre, einfach ohne E-Antrieb weiterzufahren und das "Quälen bei Anstiegen" hinzunehmen.
@ relish:
Jau! Da ist ein Riesenunterschied: 2 volle Gepäcktaschen am Gepäckträger á 10 kg sind kein Problem für mich. Da leidet nur das Hinterrad drunter. Aber das Rad im Ganzen lässt sich weiter stabil geradeaus fahren.
Aber schon 2 kg in einer Tragetasche am Lenker gehalten, können sich im ungünstigsten Fall durch Lenkbewegungen und Anstoßen mit dem Knie so sehr aufschaukeln, dass es zum Sturz kommt.
Gruß, E.M.A
Zuletzt geändert von Ego Me Absolvo am So 25. Mai 2014, 12:11, insgesamt 1-mal geändert.
- Ego Me Absolvo
- Beiträge: 81
- Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Besteht der Cycle Analyst eigentlich nur aus dem Bedienteil und Display am Lenker das mit allen möglichen Controllern zusammenarbeiten kann oder kommt da noch ein speziell dazu gehörender Controller hinzu (bzw. ist im Preis schon enthalten)?
Nachtrag:
Hab' gerade die Cycle Analyst-Anleitung "Einstellen der 'Gain'-Parameter zur Verhaltens-Optimierung eines e-bikes bei einer vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzung" überflogen.
Soweit ich's auf die Schnelle verstanden habe, bietet der CA genau das PID-Verhalten, das ich erwarte - und er lässt sich feinstufig individuell anpassen.
Mal so sagen: Jetzt hast Du mich soweit! Ab sofort akzeptiere ich nichts, das weniger kann bzw. etwas Primitiveres als eine PID-Regelung beherrscht.
Aber ich hab' immer noch nicht begriffen, ob sich der CA nun auch mit 'nem einfachen Controller, wie er von Crystalite als "Sensorless controller kit 36Volt 15Amp with e-DR display" angeboten wird, kombinieren lässt, oder ob man dann auch sowas wie den "INFINEON GRIN CONTROLLER" o. ä. braucht.
Gruß E.M.A
Nachtrag:
Hab' gerade die Cycle Analyst-Anleitung "Einstellen der 'Gain'-Parameter zur Verhaltens-Optimierung eines e-bikes bei einer vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzung" überflogen.
Soweit ich's auf die Schnelle verstanden habe, bietet der CA genau das PID-Verhalten, das ich erwarte - und er lässt sich feinstufig individuell anpassen.
Mal so sagen: Jetzt hast Du mich soweit! Ab sofort akzeptiere ich nichts, das weniger kann bzw. etwas Primitiveres als eine PID-Regelung beherrscht.
Aber ich hab' immer noch nicht begriffen, ob sich der CA nun auch mit 'nem einfachen Controller, wie er von Crystalite als "Sensorless controller kit 36Volt 15Amp with e-DR display" angeboten wird, kombinieren lässt, oder ob man dann auch sowas wie den "INFINEON GRIN CONTROLLER" o. ä. braucht.
Gruß E.M.A
-
Postman 57
- Beiträge: 137
- Registriert: Sa 9. Nov 2013, 15:52
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Hallo EmA,
heisst das wörtlich übersetzt: ich bin frei
Relish hat´s gesagt. Lass Dich erst einmal nicht verunsichern und warte
doch bis morgen ab. Dann teste Dein Bike und ich bin mir sicher, alles wird
gut.
Das schöne an einem Umbausatz ist, dass Du an/zuschalten kannst wann
Du möchtest. Und auch wie stark Du Deine Eigenleistung mit einbringst.
Wenns die Situation erfordert schaltest Du ein, wenn nicht dann eben nicht.
Ich halte es so: fahre seit nun mehr 42 Jahren mit dem Fahhrad zur Arbeit. Jeden
Tag 15km hin, 15km zurück. Bei Wind und Wetter. Zu jeder Jahreszeit. Früher
mit einem Gazelle Hollandrad mit ner popeligen 3 Gangschaltung. Später dann
die 5 Gang Pentasport. Nach ein paar Jahren die 7 Gang.
Fit habe ich mich allerdings mit einem Rennrad gehalten. Erst ein 10 Gang von Peugeot,
später ein 12 Gang von Peugeot, ein 14 Gang Triathlon-Bike von Nishiki.
Jetzt mit bald 60 lass ich´s langsamer angehen. Momentan fahre ich ein 27 Gang Cross-Bike
von Stevens. Hat neu 700€ gekostet und dient mir als reines Fitnessgerät.
Hab´s zwischenzeitlich mal mit meinem Umrüstsatz bestückt. Bin aber schnell zu der Erkenntnis
gekommen, dass war für mich nix.
Bin am vergangenen Samstag 5 Uhr in der Früh auf nach Berlin. Leichter Rucksack dabei und
war Montag um 20 Uhr und nach36 Fahrradstunden und ca. 600 Kilometern bei meinem Enkel in Berlin.
Meinen Bausatz habe ich mir aber trotzdem im Dezember 2013 gegönnt. Das System benutze ich nur für den Weg zur
Arbeit und habe diesen an meinem Trekkingrad von Kalkhoff verbaut.
Ich regele meinen Fahrstil so, dass ich immer noch auf meine Kosten komme. Fahre ich in der Stufe 1, wo mich der Motor bis etwa 26-27 unterstütz, fahre ich 28 oder 29. Weiß im Hinterkopf aber immer, dass da eine Kraft ist, die im richtigen Augenblick da ist sollte meine Geschwindigkeit durch irgendwelche Einflüsse abgebremst werden. In jeder Stufe fahre ich immer bis kurz hinter dem abschalten des Motors. Das macht einfach nur Spaß, spart zusätzlich Energie und der Trainigseffekt oder die Fitness kann nur so profitieren.
Ich glaube, dass ist auch Dein Ziel. Oder?
Wenn ich also ein Pedelec zur Probe fahren würde, dann wäre mein Fahrstil genauso. Immer 8 Gang, volle Kanne und so angepasst, dass ich das Fahren noch fühlen kann. Versuch´s mal. Ich verspreche Dir, es wird Dir Spaß bereiten.
Bisher habe ich nicht das Gefühl, dass meine Kondition dadurch eingeknickt ist.
Komme jetzt morgens nur ein wenig entspannter zum Dienst. Muss ja noch ca. 6-7 Stunden Kunden bedienen.
Mit dem E-Trike jetzt viel entspannter.
Aber in der Freizeit fahre ich dann nur ohne Antrieb.
Meine jährliche Kilometerleistung liegt bei 15.500-16.500 Kilometern.
Viel Spaß und freue Dich die Dinge die da kommen werden.
Udo
heisst das wörtlich übersetzt: ich bin frei
Relish hat´s gesagt. Lass Dich erst einmal nicht verunsichern und warte
doch bis morgen ab. Dann teste Dein Bike und ich bin mir sicher, alles wird
gut.
Das schöne an einem Umbausatz ist, dass Du an/zuschalten kannst wann
Du möchtest. Und auch wie stark Du Deine Eigenleistung mit einbringst.
Wenns die Situation erfordert schaltest Du ein, wenn nicht dann eben nicht.
Ich halte es so: fahre seit nun mehr 42 Jahren mit dem Fahhrad zur Arbeit. Jeden
Tag 15km hin, 15km zurück. Bei Wind und Wetter. Zu jeder Jahreszeit. Früher
mit einem Gazelle Hollandrad mit ner popeligen 3 Gangschaltung. Später dann
die 5 Gang Pentasport. Nach ein paar Jahren die 7 Gang.
Fit habe ich mich allerdings mit einem Rennrad gehalten. Erst ein 10 Gang von Peugeot,
später ein 12 Gang von Peugeot, ein 14 Gang Triathlon-Bike von Nishiki.
Jetzt mit bald 60 lass ich´s langsamer angehen. Momentan fahre ich ein 27 Gang Cross-Bike
von Stevens. Hat neu 700€ gekostet und dient mir als reines Fitnessgerät.
Hab´s zwischenzeitlich mal mit meinem Umrüstsatz bestückt. Bin aber schnell zu der Erkenntnis
gekommen, dass war für mich nix.
Bin am vergangenen Samstag 5 Uhr in der Früh auf nach Berlin. Leichter Rucksack dabei und
war Montag um 20 Uhr und nach36 Fahrradstunden und ca. 600 Kilometern bei meinem Enkel in Berlin.
Meinen Bausatz habe ich mir aber trotzdem im Dezember 2013 gegönnt. Das System benutze ich nur für den Weg zur
Arbeit und habe diesen an meinem Trekkingrad von Kalkhoff verbaut.
Ich regele meinen Fahrstil so, dass ich immer noch auf meine Kosten komme. Fahre ich in der Stufe 1, wo mich der Motor bis etwa 26-27 unterstütz, fahre ich 28 oder 29. Weiß im Hinterkopf aber immer, dass da eine Kraft ist, die im richtigen Augenblick da ist sollte meine Geschwindigkeit durch irgendwelche Einflüsse abgebremst werden. In jeder Stufe fahre ich immer bis kurz hinter dem abschalten des Motors. Das macht einfach nur Spaß, spart zusätzlich Energie und der Trainigseffekt oder die Fitness kann nur so profitieren.
Ich glaube, dass ist auch Dein Ziel. Oder?
Wenn ich also ein Pedelec zur Probe fahren würde, dann wäre mein Fahrstil genauso. Immer 8 Gang, volle Kanne und so angepasst, dass ich das Fahren noch fühlen kann. Versuch´s mal. Ich verspreche Dir, es wird Dir Spaß bereiten.
Bisher habe ich nicht das Gefühl, dass meine Kondition dadurch eingeknickt ist.
Komme jetzt morgens nur ein wenig entspannter zum Dienst. Muss ja noch ca. 6-7 Stunden Kunden bedienen.
Mit dem E-Trike jetzt viel entspannter.
Aber in der Freizeit fahre ich dann nur ohne Antrieb.
Meine jährliche Kilometerleistung liegt bei 15.500-16.500 Kilometern.
Viel Spaß und freue Dich die Dinge die da kommen werden.
Udo
- Ego Me Absolvo
- Beiträge: 81
- Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Hi, Postman!Postman 57 hat geschrieben:...heisst das wörtlich übersetzt: ich bin frei![]()
Du kommst ziemlich nah ran. Ego Me Absolvo heißt "Ich vergebe mir".
Als ehemals (guter ?) Katholik habe ich früher nach jeder Beichte vom Pfarrer die Worte "Ego te absolvo" zu hören bekommen: "Ich vergebe Dir (alle Deine Sünden)." Der Pfarrer spricht diese Formel quasi stellvertretend für Gott aus.
Da wir jetzt aber im 3. Jahrtausend leben und ich mittlerweile zum "Freidenker" mutiert bin und seit 50 Jahren nicht mehr zur Beichte gehe, werden mir meine "Sünden" (welche auch immer: z. B. Nichtbenutzung von Zebrastreifen* oder meine Einstellungen zum Aus- und Er-Leben der Sexualität) nicht mehr von Gott bzw. vom Pfarrer vergeben. Also muss ich das jetzt selbst übernehmen. (Hoffentlich nicht auch noch den Radumbau ...
*) Laut Studien werden sehr viel mehr Fußgänger auf Zebrastreifen überfahren, als sonstwo auf der Straße. Als logisch denkender Mensch, der noch nicht vorschnell "abdanken" will, gehe ich also nicht mehr über Zebrastreifen sondern sicherheitshalber mindestens so 30 bis 40 Meter (oder mehr) daneben über die Straße. Da sind die meisten Autofahrer nicht drauf vorbereitet und vergessen, Gas zu geben und draufzuhalten. Meine Überlebensstrategie kalkuliert also diese Reaktionsschwäche aufgrund des Überraschungseffekts der (meisten) Autofahrer ein.
Mach' ich. Die letzte Nacht war verdammt unruhig, weil ich so aufgewühlt war. Jetzt zwing' ich mich zur Ruhe: Wird schon irgendwie!Relish hat´s gesagt. Lass Dich erst einmal nicht verunsichern und warte
doch bis morgen ab. Dann teste Dein Bike und ich bin mir sicher, alles wird
gut.
Hut ab! Du lebst also schon lange so gesund, wie ich es jetzt erst - mit 60plus - versuche! Neid! Neid! Neid!Jetzt mit bald 60 lass ich´s langsamer angehen. Momentan fahre ich ein 27 Gang Cross-Bike
von Stevens. ...
Bin am vergangenen Samstag 5 Uhr in der Früh auf nach Berlin. Leichter Rucksack dabei und
war Montag um 20 Uhr und nach 36 Fahrradstunden und ca. 600 Kilometern bei meinem Enkel in Berlin.![]()
Allerdings bezweifele ich, dass mein Allerwertester eine solche (Tor-)Tour auch nur über 200 km mitmachen würde; ich hab' nämlich nur unter den Füßen Hornhaut
Deine Disziplin möchte ich haben! Leider war ich bewegungsmäßig immer ein ziemlich fauler Hund. Meine Jobs spielten sich fast nur am Schreibtisch hinterm PC und früher an irgendwelchen Labor- oder Werktischen ab. Und aus lauter Frust über den Bewegungsmangel hab' ich umso mehr gegessen. Jetzt erst hab' ich begriffen, dass ich gegensteuern muss, wenn ich noch'n bisschen am Leben bleiben will.
Ja, genau. Bloß dass ich annehme auch mit 250 Watt bei 8 bis 10% Steigung angesichts meines (Gesamt-)Gewichts schon froh sein zu können, wenn's maximal 15 km/h werden....In jeder Stufe fahre ich immer bis kurz hinter dem abschalten des Motors. Das macht einfach nur Spaß, spart zusätzlich Energie und der Trainigseffekt oder die Fitness kann nur so profitieren.
Ich glaube, dass ist auch Dein Ziel. Oder?
Meine Hochachtung! Das habe ich in den letzten Jahren nicht mal mehr mit dem PKW geschafft!Meine jährliche Kilometerleistung liegt bei 15.500-16.500 Kilometern.
Bei mir beträgt eine Tagestour im Schnitt 20 bis 30 km - aber nicht jeden Tag. Zum einen lass' ich mich im Gegensatz zu Dir, schon von Wind und Wetter beeinflussen und zum anderen arbeite ich vom Wohnzimmer aus und habe keine feste Tagesstruktur. Wenn dann mal (plötzlich und unerwartet) irgendetwas dringend erledigt werden muss, dann bleibt zuerst die Hausarbeit und dann die Bewegung auf der Strecke!
So, aber heute lass' ich mich überraschen, was bei der Europawahl rauskommt und morgen bei JEWO in Bochum.
LG, E.M.A
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Zuletzt geändert von Ego Me Absolvo am Di 3. Jun 2014, 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
-
Postman 57
- Beiträge: 137
- Registriert: Sa 9. Nov 2013, 15:52
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Hallo EmA,
zunächst ist wichtig, dass du Einsicht zeigst und bereit bist etwas zu verändern.
Jeder Mensch braucht etwas was ihn antreibt. Bei mir war der Sport immer stark präsent.
Ich habe darin meine Erfüllung, mein Überleben, mein Ventil gegen angestaute Aggressionen
gefunden. Nur so bin ich ausgeglichen und meine Umwelt kann mich besser ertragen.
Ich habe nie geraucht, Alkohol spielt in meinem Leben keine Rolle und dennoch teile ich eins mit dir.
Ich bin schon ein ziemlicher Brocken Lebendgewicht.
Da bin ich dann einsichtig geworden und habe es angepackt. Denn nur vom Radfahren allein, nimmt man nicht ab.
Das habe ich erkannt.
Also hat mich meine liebe Frau zu einem ihrer Treffen mitgenommen.
"Ernährungsumstellung", hat sie gesagt, bloß keine Diät, das geht eh nicht langfristig gut.
10 Prozent meines Startgewichts bin ich seit dem 5. März los.
Darauf bin ich stolz und in Verbindung mit Bewegung vermisse ich nichts.
Der Wille ist entscheidend.
So wie die Ersteigung einer kleinen Steigung von 7 oder 9 Prozent.
Mit oder ohne Hilfe spielt erst einmal keine Geige. Entscheidend ist der Wille da hoch zu kommen, um dann
Im Ziel runter zu schauen und sagen zu können, das habe ich geschafft. Und noch einige Zeit später merksti du, dass evtl. die Unterstützung halbiert werden kann, weil Du immer besser drauf bist, noch später lässt Du sie ganz weg.
Das treibt Dich an.
Und du bist gerade dabei etwas gutes für dich zu tun. Deiner Gesundheit und deiner Lebensqualität zuliebe.
Grübel nicht zu viel darüber nach, hab ich's jetzt richtig gemacht oder war's eher doch ein Fehler. Ist halt nur ein Bausatz.
Kostet dich nur unnötige Energie, die heb dir mal besser auf für's reintreten in die Pedalen.
Ein Feedback irgendwann morgen wäre mir schon sehr wichtig.
Gruß Udo
Der sein neues Projekt vor Augen hat. Mit dem normalen Postbike auf dem europaradweg r1 von Vreden im Münsterland bis zum Brandenburger Tor nach Berlin. Für einen guten Zweck ( kinderhospiez Balthasar in Olpe)Kilometer in Euro.
Jeder Mensch braucht etwas, was ihn antreibt.

zunächst ist wichtig, dass du Einsicht zeigst und bereit bist etwas zu verändern.
Jeder Mensch braucht etwas was ihn antreibt. Bei mir war der Sport immer stark präsent.
Ich habe darin meine Erfüllung, mein Überleben, mein Ventil gegen angestaute Aggressionen
gefunden. Nur so bin ich ausgeglichen und meine Umwelt kann mich besser ertragen.
Ich habe nie geraucht, Alkohol spielt in meinem Leben keine Rolle und dennoch teile ich eins mit dir.
Ich bin schon ein ziemlicher Brocken Lebendgewicht.
Da bin ich dann einsichtig geworden und habe es angepackt. Denn nur vom Radfahren allein, nimmt man nicht ab.
Das habe ich erkannt.
Also hat mich meine liebe Frau zu einem ihrer Treffen mitgenommen.
"Ernährungsumstellung", hat sie gesagt, bloß keine Diät, das geht eh nicht langfristig gut.
10 Prozent meines Startgewichts bin ich seit dem 5. März los.
Darauf bin ich stolz und in Verbindung mit Bewegung vermisse ich nichts.
Der Wille ist entscheidend.
So wie die Ersteigung einer kleinen Steigung von 7 oder 9 Prozent.
Mit oder ohne Hilfe spielt erst einmal keine Geige. Entscheidend ist der Wille da hoch zu kommen, um dann
Im Ziel runter zu schauen und sagen zu können, das habe ich geschafft. Und noch einige Zeit später merksti du, dass evtl. die Unterstützung halbiert werden kann, weil Du immer besser drauf bist, noch später lässt Du sie ganz weg.
Das treibt Dich an.
Und du bist gerade dabei etwas gutes für dich zu tun. Deiner Gesundheit und deiner Lebensqualität zuliebe.
Grübel nicht zu viel darüber nach, hab ich's jetzt richtig gemacht oder war's eher doch ein Fehler. Ist halt nur ein Bausatz.
Kostet dich nur unnötige Energie, die heb dir mal besser auf für's reintreten in die Pedalen.
Ein Feedback irgendwann morgen wäre mir schon sehr wichtig.
Gruß Udo
Der sein neues Projekt vor Augen hat. Mit dem normalen Postbike auf dem europaradweg r1 von Vreden im Münsterland bis zum Brandenburger Tor nach Berlin. Für einen guten Zweck ( kinderhospiez Balthasar in Olpe)Kilometer in Euro.
Jeder Mensch braucht etwas, was ihn antreibt.
- Ego Me Absolvo
- Beiträge: 81
- Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Sobald ich klar sehe! (Nach Gespräch, weiterer Probefahrt und meiner darauf basierenden Entscheidung).Postman 57 hat geschrieben:...Ein Feedback irgendwann morgen wäre mir schon sehr wichtig.
Ja, aber leider reicht da nicht immer ein kleiner E-Motor ...Jeder Mensch braucht etwas, was ihn antreibt.![]()
![]()
Vor laaanger Zeit, als mein Leben noch strukturiert war (verheiratet, angestellter Techniker und Hoffnung auf eine "bessere Zukunft") konnte ich mich selbst motivieren/antreiben. Irgendwie gelang es mir damals immer wieder ein neues Ziel zu finden, für das ich bereit war, mich anzustrengen - und oft sogar abzunehmen. (Leider schlug aber immer wieder der Jojo-Effekt zu.)
Heute bin ich seit 25 Jahren Single, jetzt vorzeitiger Altersrentner und nebenberuflich "auf kleiner Flamme" selbstständig. Meine Zeit ist völlig unstrukturiert (aber ich will's auch gar nicht anders). "Besser" kann es jetzt nicht mehr werden, weder wirtschaftlich noch gesundheitlich - eher umgekehrt. Mich interessiert immer noch dies und das, und auf manches bin ich sogar neugierig, aber ein Ziel in der Zukunft, bei dessen Erreichen eine "ausreichend stark empfundene Belohnung auf mich wartet" sehe ich für mich nicht mehr. Ich leb' halt einfach so vor mich hin, und die Zeit in der ich noch an unerwartete (freudige/glückliche) Zufälle geglaubt habe, ist auch schon lange vorbei - was ich bedaure, aber nicht ändern kann.
Mit dem ganzen Sermon will ich mich bloß herausreden, dass es mir bisher nicht gelungen ist, mit Lust und Freude für eine gesundere/schlankere Zukunft zu kämpfen. Der innere Schweinehund sagt: "Wozu? Ein voller Bauch belohnt Dich wenigstens durch das Sättigungsgefühl sofort. Alles andere ist nicht nur ungewiss, sondern auch eher unwahrscheinlich ..."
Um nicht jetzt schon einer Altersdepri zu verfallen, suche ich mir daher immer mal wieder irgendwelche Dinge, über die ich mich ereifern kann, so wie zur Zeit die Elektrifizierung meines Radls. Das hält vorübergehend wach und lenkt ab - ähnlich wie die körperliche Bewegung beim Radfahren.
Wir müssen halt alle unsere kleinen Tricks finden, mit denen wir uns irgendwie über Wasser halten. Manchen (Optimisten) gelingt das besser. Anderen weniger gut. Das mit dem Rauchen und dem Alkohol habe ich auch so gehalten wie Du. Wahrscheinlich wirkt nur dieser lebenslange Verzicht auf "Genussgifte" dem ungesunden "Zuviel-essen" einigermaßen entgegen.
Um ganz offen zu sein: Ich bilde mir ein, dass mir ein Beruf, bei dem ich immer draußen an der Luft in Bewegung gewesen wäre, bestimmt auch gut getan hätte. Aber man kann nicht alles haben, und das Leben lässt sich meist nicht planen - es passiert einem einfach.
LG, E.M.A
P.S.: So, jetzt muss aber gut sein mit "off topic" ...
