Relish hat geschrieben:...
zu der eigenleistung kann ich nur sagen (1.gang)
wer sich selbst bescheißt ist selber schuld.
Bisher (ohne Motor) kam ich manche Steigungen nur im ersten Gang hoch. Ich trete lieber schnell, als kräftig - also das Gegenteil von Drehmoment/Kraft. An "Selbstbeschiss" habe ich noch nicht gedacht, sondern an "mehr geht nicht mehr".
angenommen du trittst im 1.gang mit 150w eigenleistung den Berg mit 6km/h hoch.
mit e antrieb darfst du gern genauso viel eigenleistung einbringen im 6. oder 7. gang...fährst aber mit 15km/h den berg hoch.
Sollte sich herausstellen, dass das mit Motor möglich ist, dann werde ich mich natürlich nicht dagegen wehren. Bisher kenne ich diese Erfahrung einfach noch nicht. Und wenn's dem Motor auch noch "besser gefällt", dann soll er haben was er braucht! Hier lass' ich mich gern überraschen.
Echte Leistungsmessungen habe ich unterwegs allerdings noch nicht gemacht. Ich erinnere mich nur an mein letztes Belastungs-EKG auf'm Ergometer (allerdings vor 12 Monaten - also vor der zwischenzeitlichen Fitness-Steigerung). Da kam ich zwar kurzzeitig bis auf 175 Watt, hab' aber deutlich gemerkt, dass meine Beinmuskulatur an ihrer Grenze ist. Auch wenn sich zwischenzeitlich meine HK- und Beinmuskulatur-Belastbarkeit verbessert hat, schätze ich mal lieber vorsichtig nur 100 bis 130 Watt über eine Viertelstunde haltbare Eigenleistung. Wie gesagt: Sportlich war ich nie und bin's auch jetzt nicht - nur ein bisschen fitter.
kondition bleibt da nicht auf der strecke. Es sei denn du bescheißt dich eben selbst.
klarer vorteil: deine "touren reichweite" vergrößert sich + Fahrtwind bei anstrengendem Anstieg ist angenehmer als bei 6km/h (beispiel)
Also wenn ich dem Motor damit sogar einen Gefallen tu' und der es mir durch tatkräftige, langanhaltende Unterstützung dankt, dann werde ich ihn nicht daran hindern. Nur mehr als 15 km/h bergauf muss aber wirklich nicht sein - ich will ja keine Rennen gewinnen.
falls dir ein 3525 geraten wird...(der wiegt 7,2Kg netto)

Bei jetzt schon insgesamt rund 150 kg kommt's auf ein paar Kilo mehr auch nicht mehr an.
Und zu meiner Schande muss ich bekennen, dass ich mein XXL-Trekkingrad mit einem Chopper-Lenker ausgestattet habe, somit aufrecht auf ihm sitze* und maximalen Luftwiderstand erzeuge. Mich stört's nicht, weil mir Geschwindigkeit nichts bedeutet, aber die übliche stark gebeugte Haltung fühlte sich weder für meinen Rücken, noch für meine Arme gut an, da mein Hauptgewicht im Oberkörper steckt. Vor dem Chopperlenker taten mir nach jeder Fahrt die Arme weh. Sowas raubt natürlich die Lust auf die nächste Tour.
Das mag als "Beschiss" durchgehen, aber es hilft mir, die Freude am Radfahren nicht zu verlieren, und leider ist Radeln die einzig von mir geliebte "Sport-" (oder sagen wir besser "Bewegungs-")Art. Die Arme tun nicht mehr weh und auch der Rücken beklagt sich nicht, weil ich mir in den XXL-Bratars**sattel alles denkbar mögliche an Federungskomfort mit verschiedenen Komponenten hineingebastelt habe.
Ich hoffe, mit diesen Ausführungen jetzt niemanden geschockt zu haben und betrachte mich als "gesundheitsorientiert radfahrende Randgruppe" der Gesellschaft ...
Gruß, E.M.A