Ein Elektrofahrrad ist ein Fahrrad mit elektrischem Hilfs- oder Zusatzantrieb, nach heutigem Sprachgebrauch auch ein Hybridfahrrad. Es gibt verschiedene Bezeichnungen wie Pedelec, E-Bike und Elektrorad, die aber i.d.R. nicht korrekt angewendet werden, weil der Gesetzgeber keine Typenbereinigung macht, sondern diese Klassen noch weiter dekliniert. So haben auch die Händler und Kunden meist noch Probleme die vielen Varianten auseinander zu halten.
Ein Pedelec ( von Pedal-electric ) ist ein Elektrofahrrad, bei dem der elektrische Zusatzantrieb mit einer Nenn-Dauerleistung von höchstens 250 WattS1 lediglich die Tretbewegung des Fahrers unterstützt und den Fahrer bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h unterstützt. Bei höheren, zulässigen Geschwindigkeiten muß sich der Zusatzantrieb des Elektrofahrrads abschalten. Nach einer zusätzlichen Ausnahmeregelung für KFZ kann ab dem Alter von 14 Jahren bis 6 km/h ein Pedelec mit deutlich höherer Leistung ohne Tretbewegung gefahren werden – das ist dann eine „Anfahrhilfe“. Ein Pedelec gilt offiziell als Fahrrad, unterliegt keiner Helm- und Versicherungspflicht und darf auf Radwegen gefahren werden.
Offen ist für mich, ob in Deutschland für Pedelecs die 10% Geschwindigkeits-Toleranz gilt, die für Fahrzeuge <30km/h definiert ist. Wenn von ggf. echten, gestoppten 30,5 km/h die üblichen 3km/h Messgeräte-Toleranz abgezogen wird, wären 27,5 km/h noch gerade im „zulässigen“ Bereich. Die sind mit einem CycleAnalyst und dem richtigen Controller präzise einstellbar.
Die E-Motor-Betriebsarten nach VDE 0530 sind nach DIN EN 60034-1 bzw. IEC34-1 in 8 Klassen S1~S8 gestaffelt. Die Pedelec-Leistung ist die Dauerleistung S1. Da jeder gute E-Motor um 300 bis 400% überlastbar ist, ist seine Spitzenleistung in Abhängigkeit vom Controller- bzw. Batteriestrom deutlich höher. Dagegen nehmen sich die gängigen asiatischen Controller mit 14A x 36V = 500 W schon bescheidener aus. Um z.B. an 5% Dauer-Steigung nicht abzubrennen bzw. die Hallsensoren-Max.-Temperatur von 120° nicht zu überschreiten, regeln gute Antriebe nach einiger Zeit die Leistung zurück oder schalten - wenig sinnvoll - wie der Heinzmann-Controller minutenlang einfach ab.
Das andere Thema sind die vielen Tretsensor-Varianten mit unterschiedlichen Charakteristika. Kettenzug/Achsbiegung beim BionX, nur Bewegung ohne Kraft in die richtige Richtung bei Heinzmann, Tritt-geschwindigkeits-Messung mit Analog-„Gas“ bei verschiedenen Asiaten, Drehmomentmessung bei anderen. Wer z.B. einen Pedelec-Antrieb mit falschem Pedelec-Sensor bei Behinderung wählt, sieht ganz schön alt aus, weil er wegen unrundem Treten, keine Trittkraft, nur einseitige Fußkraft u.ä. nicht vom Fleck kommt.
Ihr seht, bei genauem Hinsehen gibt es große Gebrauchswert-Unterschiede bei Pedelec-Antrieben.
Dann gibt es noch die Klasse der S-Pedelecs, der sogenannten schnellen Pedelecs oder Schweizer Klasse, welche eine Nennleistung von bis zu 500 Watt und eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h haben dürfen. ( Von BionX ist es der PL-500HS, der laut Importeur nur in der Schweiz und Californien zulässig ist. ) Wie beim normalen Pedelec darf der Motor nur bei gleichzeitigem Treten des Fahrers unterstützen. Wie ein E-Bike benötigt ein S-Pedelec in Deutschland eine Betriebserlaubnis, ist versicherungspflichtig und der Fahrer muss zudem noch eine Fahrerlaubnis der Klasse M vorweisen. Die sinnvolle Helmpflicht gibt es für E-Bikes, normale und S-Pedelecs ( noch ) nicht.
Ein E-Bike hingegen ist ein Elektrofahrrad, welches mittels „Gas“griff wie ein Moped auch ohne Treten aus dem Stillstand bewegt werden kann. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit für ein E-Bike-Elektrofahrrad liegt bei 20 km/h. Rechtlich gesehen gilt ein E-Bike als Leichtmofa, benötigt eine Betriebserlaubnis und ist versicherungspflichtig - aber auch noch nicht helm- und Führerschein-pflichtig.
Ein „Kleinkraftrad mit geringer Leistung“ kann ein starkes Elektro-Zwei- oder Dreirad bis 2 kW Dauerleistung sein, das nur 25 km/h +10% Toleranz fahren darf. Gegenüber einem Kleinkraftrad bis 45 km/h gelten aber nur Ausrüstungsanforderungen wie für ein Fahrrad. Auch das Elektro- KKR m.g.L. benötigt eine Betriebserlaubnis und ist versicherungspflichtig. Helm und mindestens Führerschein M sind jetzt erforderlich.
Ein Elektro-Krankenfahrstuhl in Dreirad-Form kann mit hoher Leistung bis 15 km/h betrieben werden. Die speziellen Ausrüstungsdetails sind in dieser Zusammenstellung nicht relevant. Das Fahren eines Krankenfahrstuhls ist nicht an eine Behinderung des Fahrers gebunden, der muß allerdings über 14 Jahre alt sein und für die Verkehrstüchtigkeit seiner Sinne noch mächtig.
Alle 5 Fahrradvarianten sind historisch unabhängig voneinander entstanden, aber heute für den Handel wegen ihres dokumentierten Chaos außerordentlich dumm organisiert. Sogar der Standard-TÜV- und DEKRA-Angestellte und besonders die Polizei haben deshalb Einordnungs-Schwierigkeiten bei Elektro-Rädern.
Was ist ein Elektrofahrrad-Umbausatz?
Mit einem Elektrofahrrad-Umbausatz machen Sie aus jedem "normalen" Fahrrad in kurzer Zeit ein vollwertiges Elektrofahrrad. Zu den Bauteilen eines solchen Umbausatzes zählt der Elektromotor, der heute als Nabenmotor wahlweise im Vorderrad oder im Hinterrad untergebracht wird. Wahlweise kann so ein Motor komplett fertig eingespeicht als ganzes Rad zum leichten Einbau bezogen werden. Des Weiteren gehört die elektronische Motorsteuerung, auch Controller genannt, zum Elektrofahrrad-Umbausatz dazu. Je nach Hersteller ist für ein Pedelec ein Tret- oder Drehmomentsensor mit dabei, der erkennt, ob der Fahrer tritt, damit der Motor weiß, wann er unterstützen muss. Die zugehörige Batterietechnologie ist je nach Anforderung und Taschengeldlage in weiten Grenzen variabel. Ein Nachrüst-Set >25 km/h muß EMV-/CE- geprüft sein.
Wer Interesse an einer Nachrüstung hat und es aus verschiedenen Gründen selbst nicht machen kann, kann sich in unserer Kontaktbörse nach einem Umbaupartner in seiner Umgebung umsehen.
Was ist ein Elektrofahrrad?
- ebiker
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Was ist ein Elektrofahrrad?
Umbaupartner am Standort Erlangen ** Umbauanfragen bitte per PN
Re: Was ist ein Elektrofahrrad?
Eine schöne Seite ist auch [].
Dort gibt es eine kurze Übersicht über viele Hersteller, mit einer kurzen Info zu jedem.
Grüße
Dort gibt es eine kurze Übersicht über viele Hersteller, mit einer kurzen Info zu jedem.
Grüße
Re: Was ist ein Elektrofahrrad?
Ich habe auch noch einen kleinen Tipp:
Auf der Seite [] Gibt es auch noch Informationen rund ums Thema Elektrofahrräder.
Auch wer sich überlegt ein Pedelc anzuschaffen, kann mal den shop auf der Seite [] besuchen.
Lg,
July
Auf der Seite [] Gibt es auch noch Informationen rund ums Thema Elektrofahrräder.
Auch wer sich überlegt ein Pedelc anzuschaffen, kann mal den shop auf der Seite [] besuchen.
Lg,
July
