Verpolung und Umbau auf Bleiakku

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Bruetz
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Verpolung und Umbau auf Bleiakku

Beitrag von Bruetz »

Servus ! Bin völlig neu hier in der Szene und 69 Jahre alt. Habe ein Bellagio Dreirad mit 24V 5Ah Nc-Acku von Schachner. Das Steuerteil sitzt auf dem Lenker, zeigt Ladezustand und Leistungstufe an und hier wird auch ein-und ausgeschaltet. Auch es ist von Schachner. Der Akku war recht müde schon.Nach dem Umbau auf 2 in Reihe geschalteter Bleiakku gab es beim Anschluß infolge Verpolung (mein Fehler) eine Zerstörung des ELKO im Eingang des Steuerteils. Ich lötete einen neuen ein und jetzt funktionierte alles fast normal. Aber es wurde kein Strom an dem Motor (350 Watt) abgegeben und die Kapazitätsanzeige war stets bei `leer` (obwohl Akkus voll).
Jetzt meine Fragen: Kann ein unsichtbarer Folgeschaden im Steuerteil eingetreten sein oder akzeptiert die Software die Bleiakku nicht?. Müßte ich im zweiten Fall ein anderes Steuerteil verwenden und wenn ja welches? Gruß Hans
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frankyfly
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Re: Verpolung und Umbau auf Bleiakku

Beitrag von frankyfly »

Ist ja schon etwas her, aber ich denke - Lieber spät als nie ;)

Ich halte das natürlich ist das ein Folgeschaden.
Für mich liest sich das so als ob du mit dem Verpolen die Strommessung zerschossen hast.
Wenn du glück hast ist da ein Operationsverstärker drin der die recht kleine Spannung am Shunt (ich denke es wird so gemessen) auf einen für die Weiterverarbeitung verstärkt und den man austauschen kann.
Gleiches gilt vermutlich für die Akku-Spannungsmessung (keine Ahnung wie das System die "kapazität" ermittelt. viele Systeme Messen nur eine Spannung und zeigen diese dann als Kapazität an, aber wenn ein Motorstrom angezeigt wird wird evtl auch der Integriert. )
Bruetz
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Re: Verpolung und Umbau auf Bleiakku

Beitrag von Bruetz »

Besten Dank für die Auskunft. Das Thema steht noch. Mittlerweile wird aber schon mal der Ladezustand als `voll´angezeigt. Der Motor dreht (Vorderrad hochgebockt) langsam und ohne Power. Das bestätigt mir in etwa Deine Ausführungen.Werde mich weiter reinknien.. Und im Nachhinein noch mal meinen Respekt für die Fachkenntnis.Hans
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mega
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Re: Verpolung und Umbau auf Bleiakku

Beitrag von mega »

Sicher, das hier 24 V richtig ist?
Mein Schachner lief mit 36V. Steuergerät im Grunde gleich, nur war die Bedruckung mehr bunt.

Da ein neues Steuergerät mindestens 200 EUR kostet und inzwischen ohne Bedienelemnte ist (kann jetzt verdeckt montiert werden und Bedienelement kommt/kostet extra) habe ich dann Elfei genommen.
So nebenbei ist dort der Motor kleiner, leichter, leiser. Mit 400 Eur zwar erstmal teurer, dafür gibts dann 2 Jahre Garantie und die Einzelteile bekommt man günstiger/leichter bei Bedarf.
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DerHelmut
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Re: Verpolung und Umbau auf Bleiakku

Beitrag von DerHelmut »

Hallo!
Gerade habe ich dieses Thema entdeckt, über das ich schon länger nachgrüble:
Kann man prinzipiell einen LiIon-Akku so einfach durch einen BleiGel ersetzen?
Oder gibt´s dann Probleme mit der Regelung od. Anderem?
Konkret handelt es sich um ein Elektroklapprad mit TRIO-Antriebsystem mit 250W, 24V, 9Ah. Nach einem Jahr recht häufigem Gebrauch habe ich das Gefühl, dass die (sowieso schon etwas knappe) Reichweite schon weniger geworden ist. Und statt 250€ für einen Ersatzakku auszugeben würde ich gerne einen grösseren BleiGel verwenden, der ca. 20% kostet...
Und nein: das bisschen MehrGewicht interessiert mich nicht. Ich bin oft mit Anhänger unterwegs und bin mir sicher, dass ein paar Kilo mehr gar nicht zu merken sind.

Und falls Jemand zufällig einen defekten Akku hat oder mir einen Tip geben kann, wo man so einen Stecker bekommen kann, würde ich mich auch sehr freuen :)
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mega
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Re: Verpolung und Umbau auf Bleiakku

Beitrag von mega »

Zum Bleiakku brauchts ein anderes, passendes Ladegerät.
Ansonsten sollte das technisch klappen. Nur eine Ladeanzeige am Antrieb passt dann ggf nicht und zeigt falsch an.
Bleiakkus sollte man nach jeder Fahrt laden.
Es gibt Bleiakkus speziell für Standby-Betrieb (für Notstrom-Systeme). Die sind nicht wirklich zyklenfest und daher hier ungeeignet.

Gerade wenn es um Reichweite geht, ist neben dem Höheren Gewicht der Akku auch deutlich größer um die gleiche Reichweite zu erhalten.
Man muss also gucken wo/wie man den Akku sinnvoll Unterbringt.
Hatte Anfangs nen Bleigel, der war 3 x so groß und auch 3 x so schwer wie ein Li-Ion gleicher Leistung.
Sinnvoll war der nur mit Anhänger zu transportieren. Damit war der Anhänger also fest dabei...
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DerHelmut
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Re: Verpolung und Umbau auf Bleiakku

Beitrag von DerHelmut »

Cool, Danke! 8-)
Ladegerät ist klar.
Dachte an MRD- od. AutoBatterie.
Wenn ich z.B. 2 x 12V /10Ah in Reihe schalte hab ich doch dann 24V und 10AH, oder?
Was mir hauptsächlich Sorgen macht sind eben auch die Ladeanzeige und v. a. der Regler, der den Strom abschaltet, damit die LiIonen nicht zu sehr leergesaugt werden... da blick ich nicht so ganz durch. :oops:
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mega
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Re: Verpolung und Umbau auf Bleiakku

Beitrag von mega »

Autobatterie wird ja erst recht riesig. Irgendwann ist man dann an dem Punkt wo der ganze Strom nur für den Batterietransport draufgeht und man keinen Vorteil mehr davon hat.
Nassbatterien müssen zwingend aufrecht stehen. Bleigel darf auch liegen, nur Kopfüber ist nicht immer erlaubt.
Maximal Motorradbatterien können da noch sinnvoll sein.
Wobei Auto und Motorradbatterien auch nicht so wirklich für Zyklenbetrieb gedacht sind.

Also besser BleiGel...

Die Abschalt und Sicherheitselektronik sollte bei LiIon direkt im Akkupack sein, nicht in der Elektronik des Antriebs.
Eine Unterspannungs-Abschaltung wird jedoch bei BleiGel eh genauso nötig sein.

Der Elfei-Anrieb schaltet z.b. wohl nicht oder extrem spät ab.
Auch wenn man einen Li-Ion (hab ein China Billigteil) so leer fährt, das man völlig manuell treten muss, bleibt der Strom an.
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Relish
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Re: Verpolung und Umbau auf Bleiakku

Beitrag von Relish »

Bleibatterien sind nicht zum ENTLADEN konstruiert.
Vergesst doch bitte Endlich Bleiakkus.....

http://www.elektrofahrrad-einfach.de/fo ... erie#p5036
DerHelmut
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Re: Verpolung und Umbau auf Bleiakku

Beitrag von DerHelmut »

Soso, also "Bleibatterien sind nicht zum ENTLADEN konstruiert."...

Ja ne, is klar. Die Dinger kann man ja nur LADEN... :o :roll:
:x

Dass man die nicht bis zum letzten Tropfen aussaugen soll, ist klar.
Dafür krieg ich aber z.B. für weit unter 100€ ganze 20Ah.
Z.B. Sowas:
http://www.amazon.de/Effekta-Akku-Batte ... m_sbs_ce_2
Das wären ca. 80 km, bis die leer wären...
Also bei 40km Fahrt = 50% Entladung : 650 Zyklen!

Und komm mir jetzt BITTE nicht auch noch mit dem "Wahnsinnsgewicht"...: die 10kg werd ich wohl grad noch verkraften! 8-)

Komisch, dass immer die selben Vorurteile kommen... da scheint die Akku-Industrie echt gute Arbeit geleistet zu haben... :shock: :x
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