ich möchte kurz meinen ersten Umbau einer breiteren Masse vorstellen.
Basis für den Umbau war ein schon etwas älteres MTB aus den 90’ern (Merida Dura Carbon 970) mit durchaus soliden Komponenten. Mit diesem Bike fuhr ich bisher ca. einmal die Woche zur Arbeit (15km einfach). Nachdem unser Nachwuchs zur Welt kam und meine Frau mittlerweile doch öfter das Auto für sich beanspruchte gab es folgende Alternativen:
1. Zweitwagen
2. Öffentliche Verkehrsmittel. Im Prinzip gut, aber in meinem Fall doch recht langwierig (20Minuten mit KFZ und 60Minuten mit Bus).
3. Öfter mit dem Fahrrad fahren. Hab ich mir vorgenommen. Da mein Fahrstil doch eher sportlich ist komm ich recht verschwitzt in der Arbeit an. Dusche haben wir leider nicht….
4. Umbau meines „alten“MTB’s in der Hoffnung mindestens 2-3mal die Woche damit in die Arbeit zu fahren.
Ich hab mich für letzteres Entschieden und hab es bisher nicht bereut.
Nachdem ich vorab ein paar offene Fragen telefonisch mit elektrofahrrad-einfach geklärt hab ging es zur Bestellung. Die Beratung war sehr kompetent und Freundlich. Ich hab mich für den 250W Hinterrad Umbausatz von Elfei entschieden und einen Flaschenakku mit 9Ah dazu gewählt. Meiner Meinung nach ist der Flaschenakku in Kombination mit dem Hinterradantrieb die beste Lösung (wegen der Gewichtsverteilung und wegen der Optik). Das 26Zoll Laufrad wurde mit einem 20Zoll Motor eingespeicht. Zwei Tage nach Bestellung lag das Paket schon vor der Tür. Spitze!
Der Umbau war Problemlos. Lediglich die Montage des Sensors war nervig. Ich hab Ihn jetzt mit UHU Plus Schnellfest auf die linke Kurbelseite geklebt. Scheint zu halten, hab hier aber trotzdem noch die Magnete für die rechte Seite liegen falls das geklebte nicht halten sollte. Ich hab die Bremsabschaltung und die Anfahrhilfe nicht montiert (vermisse Sie auch nicht). Leider hab ich jetzt eine doch eher unschöne Verteilerbox die ich eigentlich nicht brauche. Momentan hab ich die unbenutzten Löcher der Verteilerbox mit Heisskleber verschlossen. Wahrscheinlich werd ich die beiden Kabel aber noch zusammenlöten. Ein Schaltplan für die Verteilerbox wäre dabei recht hilfreich, ansonsten müsste ich mit dem Multimeter alles raus piepsen. Mühsam!! Könntet Ihr vielleicht einen Schaltplan zur Verfügung stellen?
Die Steckverbinder machen einen guten Eindruck und scheinen wasserdicht zu sein. Inbetriebnahme war auch auf Anhieb erfolgreich. Mich haben jedoch die Kabelschleifen gestört. Auf kürzen der Kabel hatte ich jedoch auch keine Lust. Mit einer Rahmentasche von Abus konnte ich das Problem lösen. Mit einem Cutter-Messer hab ich oben und unten zusätzliche Öffnungen für die Kabel eingeschlitzt und mit Kleber gegen ausfransen vorgebeugt. Ich find die Lösung so halbwegs ansprechend.
Mittlerweile hab ich die ersten 300km problemlos runtergekurbelt. Ich schaffe es momentan 3mal die Woche zur Arbeit. Verschwitzt bin ich immer noch ein bisschen, aber das liegt an meiner eher sportlichen Fahrweise. Da muss ich mich noch etwas mehr einbremsen
Über die Reichweite bin ich positiv überrascht. Zweimal zur Arbeit (ca. 60km) schafft der Akku locker und es leuchten immer noch 2 Lämpchen. Ich werde jetzt auch mal eine dritte Fahrt probieren. Ich glaub zwar nicht dass ich die 90km ganz schaffe, aber den Rest kurbel ich halt dann ohne Unterstützung weiter. Hab ich ja bisher auch gemacht
Um meinen Lampenakku einzusparen hab ich mir noch einen DC Converter gebastelt und in die Rahmentasche gepackt. Funktioniert sehr gut und ich muss einen Akku weniger laden.
Für mich hat sich der Umbau bis jetzt auf jeden Fall gelohnt. Ich habe noch zwei neuere MTB’s (Fully und Hardtail), die bleiben jedoch unangetastet. Die sind für den Sport während mein Pedelec den Spass mit was nützlichen Verbinden soll!
Viele Grüße Michi
Bilder sagen mehr als Worte!
