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Re: Welche Verbesserungen sollte es bei Elektrofahrrädern ge

Verfasst: Di 22. Mai 2018, 10:52
von maloschu
Hallo zusammen, oft wird in der Werbung von sehr grossen Reichweiten bei Pedelecs geworben. Da ist wohl viel verarschung im Spiel wenn man von z.B. 160 km spricht. Allein das Gewicht der Fahrer und die Leistungsstufe sowie der Strecke ( Berge usw. ) dürfte eine grosse Rolle sielen. Es ist doch klar, ich mit meinen 70kg deutlich weniger Gewicht wie jemand mit 120kg (sieht man häufig) bewegen muss und das dürfte die Reichweite entscheident beeinflussen. Na ja, in der Werbung wird man ja häufig für dumm hingestellt, aber ich denke man sollte da bei jeder Gelegenheit drauf aufmerksam machen.

Re: Welche Verbesserungen sollte es bei Elektrofahrrädern ge

Verfasst: Di 22. Mai 2018, 11:03
von maloschu
Hallo zusammen, also den Beitrag von realist_50 verstehe ich nicht. 1. Bei Frontantrieb steht mir die gesammte Schaltung im vollen Umfang zur Verfügung. 2. bei meinem Hinterrad Antrieb stehen mir ebenfalls meine gesammten 27 Gänge zur Verfügung. Lediglich bei einem Mittelmotor habe ich Einschränkungen mit der Schaltung.

Re: Welche Verbesserungen sollte es bei Elektrofahrrädern ge

Verfasst: Di 22. Mai 2018, 15:27
von Realist_50
@ maloschu:
Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt. Natürlich steht Dir bei einem Einbau des Motors in die Vorderachse nach wie vor die komplette pedalgetriebene (!) Gangschaltung zur Verfügung. Aber wer will das denn! Soll denn bei einem Elektrofahrrad nicht gerade der Anteil der menschlichen Antriebsleistung möglichst gering bleiben? Mein größter Wunsch an einem Elektrofahrrad wäre sogar, gar nicht mehr selbst treten zu müssen, so dass allein der Elektromotor für den Antrieb zuständig ist. Tatsächlich reagiert an meinem Fahrrad der Sensor an der Tretkurbel allein auf die Drehung als solche (im Gegensatz zum Stillstand); die Kraft, bzw. das Drehmoment spielt dabei keine Rolle. Es genügt vollkommen, die Pedale "auf Zehenspitzen" in Bewegung zu setzen - dann kommt schon der volle Schub vom Motor. Und wenn man ohnehin keine menschliche Arbeitsleistung einbringen will, ist in diesem Fall (elektrischer Frontantrieb) jede Gangschaltung überflüssig.

Doch jetzt zu Deiner Frage: Jeder normale Radfahrer (ohne Hilfsantrieb) hat seine persönliche optimale "Schlagzahl" (Kurbelumdrehungen pro Minute). Bei dieser bringt er seine maximale (Dauer-) Leistung. Halbwegs sportliche Freizeit-Radler bringen es dabei auf ungefähr 100 Watt. Diese (Kurbel-) Drehzahl ist relativ konstant. Da aber die Geschwindigkeit des Fahrrades je nach Gelände stark schwankt, braucht man eine Gangschaltung, um die konstante Kurbeldrehzahl an die stark unterschiedlichen Rad-Drehzahlen anzupassen. Genau dasselbe Problem hat auch ein Elektromotor. Auch dieser hat eine optimale Drehzahl, bei welcher der Wirkungsgrad (und damit die Reichweite!) ein Maximum hat. Dies ist meist auch der Nenn-Arbeitspunkt. Wenn man den Motor stärker belastet (z.B. an einem Berg), steigt die Stromaufnahme ziemlich schnell in unzulässige Bereiche. Damit der Motor nicht durchbrennt, begrenzt der Regler den Strom (und damit das Drehmoment) auf einen gerade noch zulässigen Wert. Dadurch geht aber die Drehzahl noch weiter zurück und der Motor würde sogar stehen bleiben, wenn man nicht selber kräftig mittreten würde. Zugleich sinkt dabei die vom Motor gelieferte Leistung, und zwar proportional zur Drehzahl (Leistung = Drehzahl x Drehmoment). Wenn z.B. der Motor bei 25 km/h und leichtem Gegenwind gerade seine volle Leistung von 250 Watt bringt, sinkt dieser Leistungsanteil bei einer Bergfahrt mit z.B. 10 km/h auf nur noch 100 Watt! Dabei wäre es doch gerade in solchen Situationen wünschenswert, die volle Motorleistung zur Verfügung zu haben! Genau deshalb ist es sinnvoll, vor allem den Motor in den Genuss einer Gangschaltung kommen zu lassen, nicht zuletzt auch deshalb, weil er mit seinen satten 250 Watt Nennleistung einen viel größeren Leistungsanteil beisteuern kann als der Fahrer mit seinen schlappen 100 Watt. Natürlich ist die Kombination aus beidem die beste Lösung. Diese liegt in einem Mittelmotor, der seinerseits über eine Gangschaltung am Hinterrad auf die jeweils optimale Untersetzung eingestellt werden kann.

Dabei sind die Anforderungen an eine solche Gangschaltung gar nicht einmal hoch. Da einerseits die gesetzlich für versicherungsfreie Elektrofahrräder zulässige Motorleistung von 250 Watt viel höher ist als die Leistung normaler Radfahrer und andererseits der Antrieb ohnehin nur bis zu einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h wirken darf, kann die so genannte Spreizung, d.h. das Verhältnis der Untersetzungen zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Gang - viel geringer ausfallen als bei einem mit Muskelkraft betriebenen Fahrrad. Genau diesen Weg gehen die mittlerweile immer häufiger zu sehenden Fahrräder mit Bosch-Mittelmotor.

Re: Welche Verbesserungen sollte es bei Elektrofahrrädern ge

Verfasst: Di 22. Mai 2018, 16:48
von maloschu
Die Möglichkeit ohne zu treten und fortbewegen gibt es ja hier schon. Einfach einen anderen Controller verwenden und dann passt es. Allerdings immer zurückschauen ob nicht die Ordnungshüter hinter einem sind, denn dann wird es richtig teuer. Oder man versichert sein Fahrzeug. Ehrlich gesagt möchte ich auch nicht auf meine Schaltung verzichten, denn was macht man wenn mal der Saft ausgeht ( schon mal passiert), ohne einer vernünftigen Schaltung ist es dann wohl ziemlich mühsam, besonders dann wenn man auch noch älter und gesundheitlich eingeschränkt ist. Gerade diese Menschen fahren ja oft Pedelecs. Junge kräftige Menschen mit Pedelecs, schon etwas seltsam. Ich habe natürlich auch nicht die Anforderung möglichst schnell weit oder hoch zu fahren, ich bin eher ein Genussmensch. Ich fahre oder gehe oft weitere und höhere Strecken und die Menschen die an mir vorbeihetzen tun mir fast etwas leid. Ich habe mich dazumal nur deshalb für einen Umbau entschieden weil ich meine Schaltung wie im Original behalten konnte. Bei fertigen Pedelecs z. B. mit Mittelmotor hat man in der Regel nur ein Kettenblatt. Fast etwas mager. Naja, ich schaffe mir jetzt einen zweiten Akku an, denn das zusätzliche Gewicht stört mich mit meinen 70kg nicht besonders. Ja und dann möchte ich auch noch sagen, es war eine äusserst gute Entscheidung, der Umbau, besonders die Technik mit dem Hinterradantrieb.

Re: Welche Verbesserungen sollte es bei Elektrofahrrädern ge

Verfasst: Sa 11. Aug 2018, 13:56
von katzenkreis
Habe mich hier mal angemeldet, weil ich meine Suche nach einem Pedelec forcieren will.

Bei meinem Arbeitgeber kann man sich Pedelecs ausleihen, was ich auch schon gemacht habe. Was mich bisher an den Rahmen stört ist, dass es keine gute Griffmöglichkeit gibt, um das Rad hochzuheben und in den Keller zu tragen. Bei einem normalen Rad ist das aufgrund des wesentlich geringeren Gewichtes kein Problem.

Re: Welche Verbesserungen sollte es bei Elektrofahrrädern ge

Verfasst: Fr 7. Sep 2018, 16:55
von Viel_Fahrer
Hallo,

was meiner Meinung nach sehr einfach realisiert werden könnte wäre die Möglichkeit eine Flaschenhalterung anschrauben zu können, bei allen Räder ohne Antrieb eigentlich normal.

Re: Welche Verbesserungen sollte es bei Elektrofahrrädern ge

Verfasst: Fr 7. Sep 2018, 16:59
von Viel_Fahrer
schön wäre es wenn ich bei Nutzung ohne Antrieb das Akku aufladen würde.

Bis her 1x passiert das ich das Akku komplett leer gefahren hatte (eigenes Verschulden / Dummheit) :cry:
Es sollte die Möglichkeit geben bei leerem Akku den Antrieb zu trennen, ich mußte den Motor mit drehen was zu
erhöhtem Wliderstand führt

Re: Welche Verbesserungen sollte es bei Elektrofahrrädern ge

Verfasst: Do 29. Nov 2018, 12:36
von schönbike
hannes605 hat geschrieben:Ich denke die meisten Fahrradliebhaber geniessen die Fahrten ja während die Sonne scheint. Toll, wenn man die Akkus in dieser Zeit von der Sonne aufladen könnte.
Gute Idee
oder die Akkus würden sich wieder selbst aufladen, wenn man bremst oder z.B. über der unterstützten Geschwindigkeit fährt.

UND einfach alle eBikes leichter machen *hihi*