Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
- Ego Me Absolvo
- Beiträge: 81
- Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25
Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Hallo allerseits,
als Neuling in diesem Forum stelle ich mich hier vor: Ein Schwergewicht von 130 kg mit Schwerlastrad (angeblich bis 170 kg Gesamtgewicht). Ich fahre ausschließlich aus Gesundheitsgründen - um mir Bewegung zu verschaffen, Fitness auf- und Gewicht (hoffentlich) abzubauen.
Mein Problem, weshalb ich den Drahtesel jetzt elektrifizieren möchte, besteht nur an Steigungen. Während ich plane, in der Ebene den Antrieb auszuschalten (da reicht die Geschwindigkeit, die ich mit Eigenantrieb erziele), muss er mich bei Steigungen unterstützen. Derzeit schleiche ich manche Steigungen mit ca. 5 km/h hoch und pfeife dabei auf dem letzten Loch. Genau das soll aufhören. An Steigungen (und nur dort) erwarte ich volle Unterstützung durch den Antrieb. Es kommt nicht in Frage, dass er mich da wegen Überhitzung oder Überhitzungsgefahr im Stich lässt und nach wenigen Minuten aussteigt.
Offenbar ist aber genau das das Hauptproblem von getriebelosen Nabenmotoren. Vorderradantrieb oder Mittelmotor sind nach meinen bisherigen Recherchen für eine Nachrüstung nicht das Optimale.
Deshalb meine Frage hier an die erfahreneren Teilnehmer:
Kann (irgend-)ein getriebeloser Nabenmotor überhaupt so ein Schwergewicht bei extrem niedrigen Drehzahlen "kräftig anschieben" ohne selbst frühzeitig schlapp zu machen?
Gibt es möglicherweise andere, bessere Lösungen (zum Nachrüsten)?
Vielen Dank im voraus
Ego Me Absolvo
als Neuling in diesem Forum stelle ich mich hier vor: Ein Schwergewicht von 130 kg mit Schwerlastrad (angeblich bis 170 kg Gesamtgewicht). Ich fahre ausschließlich aus Gesundheitsgründen - um mir Bewegung zu verschaffen, Fitness auf- und Gewicht (hoffentlich) abzubauen.
Mein Problem, weshalb ich den Drahtesel jetzt elektrifizieren möchte, besteht nur an Steigungen. Während ich plane, in der Ebene den Antrieb auszuschalten (da reicht die Geschwindigkeit, die ich mit Eigenantrieb erziele), muss er mich bei Steigungen unterstützen. Derzeit schleiche ich manche Steigungen mit ca. 5 km/h hoch und pfeife dabei auf dem letzten Loch. Genau das soll aufhören. An Steigungen (und nur dort) erwarte ich volle Unterstützung durch den Antrieb. Es kommt nicht in Frage, dass er mich da wegen Überhitzung oder Überhitzungsgefahr im Stich lässt und nach wenigen Minuten aussteigt.
Offenbar ist aber genau das das Hauptproblem von getriebelosen Nabenmotoren. Vorderradantrieb oder Mittelmotor sind nach meinen bisherigen Recherchen für eine Nachrüstung nicht das Optimale.
Deshalb meine Frage hier an die erfahreneren Teilnehmer:
Kann (irgend-)ein getriebeloser Nabenmotor überhaupt so ein Schwergewicht bei extrem niedrigen Drehzahlen "kräftig anschieben" ohne selbst frühzeitig schlapp zu machen?
Gibt es möglicherweise andere, bessere Lösungen (zum Nachrüsten)?
Vielen Dank im voraus
Ego Me Absolvo
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Geht...
Die Frage ist aber zu pauschal...
Denn um mal paar hundert Meter strasse mit 10kmh ohne Getriebe hochzufahren reicht das problemlos...
Wenn du 130kg hast dann schlägt hier die Physik gnadenlos zu.... In der Ebene nahezu egal
Ist die benötigte Power am Berg um ein vielfaches höher...
Egal
Deine zu fahrenden Strecken sind hier interessant.
Eine Alpen Überquerung fällt mit nem Direkt Läufer flach.. Es sei denn man macht Abkühlungspausen...
Wenn du aber 1x 2x ne 10% Steigung für n Kilometer hoch möchtest ist das kein Problem...
Vll nicht mit nem schlanken bionx aber mit nem leisen dicken direkt Läufer schon.
Die Frage ist aber zu pauschal...
Denn um mal paar hundert Meter strasse mit 10kmh ohne Getriebe hochzufahren reicht das problemlos...
Wenn du 130kg hast dann schlägt hier die Physik gnadenlos zu.... In der Ebene nahezu egal
Ist die benötigte Power am Berg um ein vielfaches höher...
Egal
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Eine Alpen Überquerung fällt mit nem Direkt Läufer flach.. Es sei denn man macht Abkühlungspausen...
Wenn du aber 1x 2x ne 10% Steigung für n Kilometer hoch möchtest ist das kein Problem...
Vll nicht mit nem schlanken bionx aber mit nem leisen dicken direkt Läufer schon.
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Der optimale Motor für dich ist ein BMC V4T.
Das ist ein sehr Drehmoment starker Getriebe Motor, wenn nicht sogar der stärkste.
Durch die Übersetzung des Planetengetriebe kannst du langsam fahren ohne das der Motor überhitzt und mit max. 1500W kommst du damit jeden Berg hoch.
Das ist ein sehr Drehmoment starker Getriebe Motor, wenn nicht sogar der stärkste.
Durch die Übersetzung des Planetengetriebe kannst du langsam fahren ohne das der Motor überhitzt und mit max. 1500W kommst du damit jeden Berg hoch.
Grüße
Puffky
Custom Bike Builder
Eleanor https://www.youtube.com/watch?v=irTOW5b043g
In ihrer ganzen Schönheit http://www.elektroroller-forum.de/E-Rol ... &mode=view
7kWh ≈ 250km ≞ max. 15kW, LiMn Akku
Puffky
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- Ego Me Absolvo
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- Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Vielen Dank für den Hinweis, Puffky.
Der BMC V4T war mir noch gar nicht bekannt und ist nach Googlesuche wohl zur Zeit hier in Deutschland auch nicht (im regulären Handel) erhältlich.
Wenn die genannten 1500 Watt nur eine zeitweise Spitzenleistung sind und der Antrieb trotzdem StVZO-konform als "250 W-Nennleister" durchgeht, ist er hochinteressant für mich. Das Rad muss auch nach Umrüstung noch als "Fahrrad" auf den dafür ausgeschilderten (Rad-)Wegen gefahren werden dürfen.
Hast Du vielleicht einen Typ zu Bezugsquellen? Gibt's den Antrieb auch als vollständigen Nachrüstsatz, eingespeicht in 28" und mit kompletter Steuerungstechnik?
Gruß E.M.A
Der BMC V4T war mir noch gar nicht bekannt und ist nach Googlesuche wohl zur Zeit hier in Deutschland auch nicht (im regulären Handel) erhältlich.
Wenn die genannten 1500 Watt nur eine zeitweise Spitzenleistung sind und der Antrieb trotzdem StVZO-konform als "250 W-Nennleister" durchgeht, ist er hochinteressant für mich. Das Rad muss auch nach Umrüstung noch als "Fahrrad" auf den dafür ausgeschilderten (Rad-)Wegen gefahren werden dürfen.
Hast Du vielleicht einen Typ zu Bezugsquellen? Gibt's den Antrieb auch als vollständigen Nachrüstsatz, eingespeicht in 28" und mit kompletter Steuerungstechnik?
Gruß E.M.A
- Ego Me Absolvo
- Beiträge: 81
- Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Hallo Relish,Relish hat geschrieben:...Wenn du aber 1x 2x ne 10% Steigung für n Kilometer hoch möchtest ist das kein Problem...
Vll nicht mit nem schlanken bionx aber mit nem leisen dicken direkt Läufer schon.
ja, ungefähr das wäre die Anforderung hier rund um den Essener Süden. Es sind immer nur relativ kurze Steigungsstrecken zu überwinden. Aber wenn man (mit zunehmendem Alter und abnehmender Fitness) feststellt, dass man absteigen und schieben muss und weiß, dass man gerade am Ende der Tour(en) immer wieder aufwärts muss, weil man blöderweise am ungefähr höchsten Punkt wohnt, dann verkneift man sich längere Touren. Genau die aber möchte ich mir wieder zutrauen. Den Ehrgeiz zu Alpenüberquerungen habe ich nicht und auf Geschwindigkeit kommt's mir auch nicht an - nur auf Kraft/Drehmoment und Durchhaltevermögen - also genau das, was mir selbst zur Zeit fehlt.
Welche Empfehlungen zu einem leisen dicken Direktläufer würdest Du denn geben?
Gruß E.M.A
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Kannste nur mal nachfragen http://www.ebike-solutions.de/de/Shop/M ... otor-1000W
Aber bei deinem Problem hat sich das mit der Legalität eigentlich erübrigt wenn eine funktionierende Lösung her soll.
Ein legaler 250W Motor verwandelt sich bei deiner Beschreibung von dir und Bike am Berg in eine Heizung...... Sorry.....
Aber bei deinem Problem hat sich das mit der Legalität eigentlich erübrigt wenn eine funktionierende Lösung her soll.
Ein legaler 250W Motor verwandelt sich bei deiner Beschreibung von dir und Bike am Berg in eine Heizung...... Sorry.....
Grüße
Puffky
Custom Bike Builder
Eleanor https://www.youtube.com/watch?v=irTOW5b043g
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Puffky
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- Ego Me Absolvo
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Das kann dann ja nur heißen:
Wenn ich mich bei meinem illegal hohen Übergewicht
im Straßenverkehr legal bewegen will, bleibt mir nur ein Motor mit Getriebe ...?
Wenn der dann bei starker Untersetzung praktisch Nenndrehzahl hat, während ich trotzdem nur mit 6 bis 12 km/h dahinzockele, zieht er ja nicht überproportional viel Strom und entwickelt nicht diese enorme Verlustwärme ... (hoffentlich).
Im Dialog hier merke ich gerade, dass ich wohl einen Antrieb bräuchte, der seine Nenndrehzahl bereits dann erreicht, wenn ich nur 10 km/h fahre, und der sich bei höheren Geschwindigkeiten dann "ausklinkt" (am besten im wahrsten Sinn dieses Wortes). Ich befürchte, das ist eine Utopie, bzw. lässt sich nur mit Mittelmotoren realisieren. Aber dann bin ich wieder schaltungsmäßig extrem eingeschränkt und bekomme die gewohnte kräftige Untersetzung des 1. Ganges (von 27) nicht mehr angeboten. Damit hat sich dann das Steigungfahren aus eigener Kraft komplett erledigt.
Gerade frage ich mich, ob man E-Antriebe für Fahrräder unter die abhängigmachenden Suchtmittel rechnen muss - sozusagen: Wenn man sich erst mal zum Einbau entschlossen hat, geht's anschließend auch nicht mehr ohne.
Oder aber die bittere Erkenntnis: E-Antriebe wurden nicht für Übergewichtige wie mich entwickelt. Aber angesichts so vieler fetter Menschen muss doch ein entsprechender Markt da sein - oder lieben die alle kein Radfahren?
Viele Grüße, E.M.A
Wenn ich mich bei meinem illegal hohen Übergewicht
Wenn der dann bei starker Untersetzung praktisch Nenndrehzahl hat, während ich trotzdem nur mit 6 bis 12 km/h dahinzockele, zieht er ja nicht überproportional viel Strom und entwickelt nicht diese enorme Verlustwärme ... (hoffentlich).
Im Dialog hier merke ich gerade, dass ich wohl einen Antrieb bräuchte, der seine Nenndrehzahl bereits dann erreicht, wenn ich nur 10 km/h fahre, und der sich bei höheren Geschwindigkeiten dann "ausklinkt" (am besten im wahrsten Sinn dieses Wortes). Ich befürchte, das ist eine Utopie, bzw. lässt sich nur mit Mittelmotoren realisieren. Aber dann bin ich wieder schaltungsmäßig extrem eingeschränkt und bekomme die gewohnte kräftige Untersetzung des 1. Ganges (von 27) nicht mehr angeboten. Damit hat sich dann das Steigungfahren aus eigener Kraft komplett erledigt.
Gerade frage ich mich, ob man E-Antriebe für Fahrräder unter die abhängigmachenden Suchtmittel rechnen muss - sozusagen: Wenn man sich erst mal zum Einbau entschlossen hat, geht's anschließend auch nicht mehr ohne.
Oder aber die bittere Erkenntnis: E-Antriebe wurden nicht für Übergewichtige wie mich entwickelt. Aber angesichts so vieler fetter Menschen muss doch ein entsprechender Markt da sein - oder lieben die alle kein Radfahren?
Viele Grüße, E.M.A
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Eine elegante Lösung für dich wäre ein Eigenbau, also kein System von der Stange.
Der Onkel Relish und ich verwenden Steuercomputer (Cycleanalyst) da kannst du deine Endgeschwindigkeit auf 25km/h begrenzen aber deine Wattzahl schon auf 1500 hoch ziehen.
Ich denk nicht das, dass der "Rennleitung" auffällt wenn du mit 25km/h den Berg hoch kriechst und dabei aber 1,5kW verwendest.
Das geht aber echt nur mit einem Getriebemotor ein Direktläufer würde gnadenlos überhitzen.
Hast ne PN.
Der Onkel Relish und ich verwenden Steuercomputer (Cycleanalyst) da kannst du deine Endgeschwindigkeit auf 25km/h begrenzen aber deine Wattzahl schon auf 1500 hoch ziehen.
Ich denk nicht das, dass der "Rennleitung" auffällt wenn du mit 25km/h den Berg hoch kriechst und dabei aber 1,5kW verwendest.
Das geht aber echt nur mit einem Getriebemotor ein Direktläufer würde gnadenlos überhitzen.
Hast ne PN.
Grüße
Puffky
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Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
der getriebe motor noch viel eher bei unter 10km/h.
Effizienter ja, aber kann jeder ja ausprobieren mit 500w mal 5 minuten lang 10km/h ne 10% steigung fahren.
da wäre bionx noch gut...denn die schalten ab bevor sie schmelzen ^^
wozu braucht man eigentlich noch nen 1.gang (von 27) wenn man Elektrisch fährt?
Fahr doch sowas mal Probe.
Effizienter ja, aber kann jeder ja ausprobieren mit 500w mal 5 minuten lang 10km/h ne 10% steigung fahren.
da wäre bionx noch gut...denn die schalten ab bevor sie schmelzen ^^
wozu braucht man eigentlich noch nen 1.gang (von 27) wenn man Elektrisch fährt?
Fahr doch sowas mal Probe.
- Ego Me Absolvo
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- Registriert: Sa 17. Mai 2014, 19:25
Re: Hinterradantrieb: Drehmoment und niedrige Geschwindigkeit
Offenbar gehen die meisten Pedelec-Fahrer davon aus, permanent mit E-Unterstützung zu fahren, um mit reduzierter Eigenleistung höhere Geschwindigkeiten zu erzielen.Relish hat geschrieben:...wozu braucht man eigentlich noch nen 1.gang (von 27) wenn man Elektrisch fährt?...
Meine Motivation ist dagegen:
Ich möchte soviel wie möglich mit eigener Kraft (und abgeschaltetem Antrieb) fahren, denn mir geht es nicht um Schnelligkeit und lange Touren, sondern ausschließlich darum, so gut wie möglich, Fitness aufzubauen und zu erhalten. Dass das auch bei einem so übergewichtigen über 60-jährigen wirklich etwas bringt, konnte ich bereits in den vergangenen etwa 12 Monaten anhand des Pulsmessgeräts und der immer gleichen gefahrenen Strecke objektiv erkennen. Aber nicht nur, dass ich heute mit Puls 110 auskomme, wo ich vor 12 Monaten (nach einer Herzkatheterablation zur zukünftigen Verhinderung von bisher lebenslang unangenehmen "AV-Knoten-Reentry-Tachykardien") noch Puls 130 hatte, sondern ich nehme auch erfreut zur Kenntnis, dass die ebenfalls unangenehmen und beunruhigenden "VES" (Ventrikuläre Extrasystolen = unregelmäßiger Herzschlag) deutlich zurückgegangen sind (nur das Gewicht noch nicht).
Konkret: Vor 12 Monaten war meine Beinmuskulatur meinem Herz-Kreislaufsystem "überlegen". Ich kam sehr schnell außer Puste, obwohl meine Beine noch mehr leisten können hätten. Heute ist es bereits umgekehrt. Das HK-System stößt nicht mehr an seine Grenzen. Dagegen spüre ich, dass meine Beine nicht mehr bringen können/wollen.
Letzteres erlebe ich natürlich nur bei (für mich) nennenswerten Anstiegen, die ich auch heute noch nur mit 5 km/h im 1. Gang mühsam bewältige. (Wie gesagt: Gesamtgewicht Rad plus Kerl kommen auf rund 150 kg). Eben hier, bei Steigungen, liegt mein "Handicap" - was bei dem Gewicht und dem bisher ziemlich unsportlich geführten Lebensstil sicher kein Wunder ist.
Das hat dazu geführt, dass ich bisher immer nur dieselbe, mir genau bekannte Strecke rund um meinen Ausgangspunkt fahre, wobei ich sie so gewählt habe, dass dabei nicht allzu viele Höhenmeter zu überwinden sind. Aber genau diese Einschränkung stört mich zunehmend! Ich möchte mir endlich wieder zutrauen, zur Ruhr runter, dort auch schon mal ein paar Stunden unterwegs zu sein und zum Schluss wieder die rund 100 Höhenmeter über etwa 2 Kilometer hoch zu meinem Ausgangspunkt zu kommen. Ich stelle mir vor, dass ich mir dies dann wieder zutraue, wenn ich mich absolut darauf verlassen kann, dass der E-Antrieb dabei wenigstens dieselbe Leistung (gern mehr) beisteuert, die ich selbst aufbringe.
Aber unterwegs - in der Ebene - will ich ihn ganz bewusst nicht nutzen. Es hätte keinen trainingsfördernden Effekt. Ich möchte auch bei niedrigen Geschwindigkeiten eigene Leistung erbringen müssen. Und vor allen Dingen will ich mich darauf verlassen können, dass der Akku mich gerade am Ende der Tour nicht im Stich lässt, weil seine Kapazität erschöpft ist. Vielleicht nutze ich ja sogar den Rekuperationsbetrieb in der Ebene als E-Bremse, um gegen einen höheren Widerstand "antreten" zu müssen. Ich muss ja nicht schnell sein. Gern schaue ich mir die vorbeiziehende grüne Natur in Ruhe an. Das hat auf mich (als "Sympatikotoniker") einen zusätzlichen, entspannend-beruhigenden Effekt.
Der Antrieb kann also fast die ganze Zeit "Däumchen drehen" und sich ausruhen. Aber am Ende der Tour muss er in der Lage sein, ca. eine Viertelstunde lang bei geringer Drehzahl ein hohes Drehmoment (also seine maximale Leistung) aufzubringen, ohne dabei wie Eis in der Sonne dahinzuschmelzen.
Nach meinen (vielleicht zu engen) elektrisch-mechanischen Vorstellungen muss dazu die Motoroberfläche eine möglichst gute Wärmeabfuhr an die Umgebungsluft gewährleisten (also große Oberfläche aus massivem, gut wärmeleitenden Metall - am besten mit ordentlichen Kühlrippen). Die Motorwicklung muss einen relativ großen Querschnitt haben, um den Maximalstrom "verpacken" und die Verlustwärme gut an "das Eisen" abgeben zu können.
Und idealerweise sollte KEINE Elektronik - insbesondere keine Leistungstransistoren - innerhalb des Antriebs untergebracht sein, denn die erzeugt ja noch erhebliche zusätzliche Verlustwärme.
In den nächsten Tagen besuche ich einen nahegelegenen großen Akkuspezialisten, der eher nebenbei anbietet, Fahrräder nach individuellen Wünschen elektrisch umzurüsten. Von der Beratung dort und den zugehörigen Probefahrten bereits umgerüsteter Räder mache ich es abhängig, wie ich mich entscheide. Im worst case kann es heißen, dass ich ganz auf einen E-Antrieb verzichte und für den Rest meines Lebens bei meiner angestammten Tour bleibe. (Klingt vielleicht öde, aber meinen Bedarf nach Abwechslung befriedige ich auf anderen Gebieten. Da darf das Thema "Gesundheit" durchaus immer am selben Ort ihren Teil abbekommen. Viele Leute gehen ja auch jahrelang ins selbe Fitness-Studio).
Sollte das Resultat dieser Beratung aber anders sein, werde ich es hier posten. In erster Näherung ist zur Zeit ein High-Torque-Crystalite-Antrieb ("Nenndauerleistung" max. 1100 Watt / Spitzenleistung 2500 Watt) im Gespräch, der nur durch das Steuergerät auf 250 Watt Dauer und 25 km/h begrenzt wird und in der Spitze vorübergehend etwa 500 Watt (bis zu 15 A bei 36 V) ziehen darf. Sein Gehäuse wirkt recht "wuchtig", d. h. ich traue ihm eine gute Wärmeabgabe an die Außenluft zu. Angeblich befindet sich kaum (oder keine?) Leistungselektronik in seinem Inneren - hauptsächlich viel Kupfer und Eisen. Deshalb wiegt der Nabenmotor auch 6 kg.
Ich lass' mich überraschen, ob Beratung und Probefahrten mich überzeugen können ...
Viele Grüße, E.M.A.
