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Vorhandenes CC aufrüsten - Wo liegen Grenzen der Legalität
Verfasst: Mi 17. Apr 2013, 11:05
von AlphaRay
Morgen,
ich habe mich letztes Jahr schon mal mit eBikes beschäftigt und die letzten Tage mein Wissen etwas aufgefrischt, da ich nun 9 km (Feld-/Waldwege; > 12 km via Auto) statt 65 zur Arbeit fahre, und gerade so eins optimal für diese Strecke wäre. Da ich aber auch durch drei Dörfer fahre und man Unfälle nie ausschließen sollte, will ich eine möglichst legale Lösung, ohne dass ich dann Millionen Schadensersatz zahlen muss, falls ich jemanden stark verletzten sollte oder einen Sachschaden verursache..
Wenn ich das richtig verstanden habe:
1. Umrüstsätze gibt es in 250/350 Watt unterstützen bis bis 25 km/h
2. Umrüstsätze um 500 Watt unterstützen bis bis 45 km/h
3. Vollelektronische Bikes brauchen Kennzeichen und sind Versicherungspflichtig
1 und 2 sind ja einfach - kosten um 300 - 450 € (Efei + 12 Ah Blei-Vlies-Akkus)
Bei 3. bin ich mir nicht sicher wie das bei einem "eigenbau" so ausschaut. Also wenn ich z.B. den 500 Watt Umrüstsatz verbaue, die Tretelektronik deaktiviere und mir das Bike dann "richtig" eintragen will mit einem Gashebel?
Einfachste und günstigste "Test"-Lösung: gebrauche Motoren für Vorderrad + Hinterrad - Hinerradmotor läuft über Tretsensor mit und Vorderrad kann bei Bedarf (bergauf) dazu geschaltet (via Boost-Taster oder Schalte)werden. Denke mal, dass das hier nicht legal wäre und bei einem Unfall die Versicherung streikt?
Gruß
Paul
Re: Vorhandenes CC aufrüsten - Wo liegen Grenzen der Legalität
Verfasst: Fr 19. Apr 2013, 14:19
von AlphaRay
38 Views und keine Antwort oder Tipps?
Zwischendurch bei einem Bekannten ein wenig erkundigt: die 45 km/h Unterstützung ist jetzt anscheinend Anmeldepflichtig. Wären dann noch mal 90 € für TüV-Abnahme/Kennzeichen und etwa 60 € im Jahr...geht dann schon Richtung 700 €
Ich würde dann eher eine 25 km/h Untersütztung nehmen - hier hätte ich nur noch zur drei kleine Fragen:
Fakt: wenn ich einen 250 W Motor eines 20"ers verbaue, soll dieser am 26"er Rad ca. 37 km/h bringen (logisch)
1. Nm fallen - das ist mir klar
2. die maximale Geschwindigkeit hängt bestimmmt auch vom Gesamtgewicht ab, oder?? Bike 12 kg + 7 kg Akkus + 60 kg ich + 5 kg Gepäck = ~ 85 kg Gesamtgewicht. Das wiegt manch einer schon selbst plus 20 kg Bike..
3. Wenn ich nur eine Steuerung mit Pedalsensor habe - also ganz normale für Pedelec - wie stellt diese sicher dass diese nur bis 25 km/h mithilft? Wenn dies über Upm oder den Motorverbrauch geregelt wird, hätt eich dann ja die 30 - 40 km/h durch den 20"Motor - korrekt?
Gruß
Paul
Re: Vorhandenes CC aufrüsten - Wo liegen Grenzen der Legalität
Verfasst: Fr 19. Apr 2013, 17:03
von Relish
die leute kommen und gehen hier halt oft nach 1-2 postings.
da schwindet die lust ernsthaft zu "beraten"...
mal kurz überflogen:
es gibt keine wirklichen legalitätsgrenzen.
deutschland: 250w MAXIMALE NENN DAUER Leistung des Motors, maximal 25km/h unterstützung während du trittst. (dauerlast....Systeme wie BionX zb ballern auch 800w raus im Peak)
die Unterstützungskraft wäre das einzige kleine schlupfloch. Da die nachbau umrüst Kits in der regel ohnehin wie gestört auf ihre endgeschwindigkeit pushen ist das auch nur mit 250w annehmbar.
Daumengas is verboten über 6km/h.....(wohl noch rechtliche grauzone)
zu1. ja
zu 2. nein. in der theoretischen ebene mit 0km/h wind spielt das gesamtgewicht keine rolle. Denn die Erdanziehungskraft steigt ja nicht mit deinem Gesamtgewicht. sobald es aber Bergauf geht trennt sich ganz schnell die spreu vom weizen und die physik schlägt mit jedem Mehr-kilo gnadenlos zu
zu 3. das haäng tvom system ab..manche über tachosignal, manche einfach über errechnete drehzahl. manche über hallsensor.......ansonsten, ja mit 20" 25km/h motor in 28" eingespeicht rennt der hobel deutlich schneller.
(verreckt dann aber am berg dafür spürbar)
Re: Vorhandenes CC aufrüsten - Wo liegen Grenzen der Legalität
Verfasst: Fr 19. Apr 2013, 17:44
von AlphaRay
Das kann ich verstehen..
Ich selbst plane schon seit längerem (vor drei oder vier Jahren die erste Idee gehabt) ein "Elektrofahrzeug". Ursprungsidee war eigentlich eine Art faltbarer, ultraleichter Roller werden, den man in der Stadt aus dem Auto holt und im Laden zusammengeklappt wie einen Trolley mitnimmt. Das ganze wird nun aber dringender, weil ich seit kurzem halt eine Abeit in real erreichbarer Nähe hätte

Dazu auch noch mit kostenlosem Zwischenladen auf der Arbeit..
Ich denke mal, dass so ein Billigcontroller eher nach Last geht. Irgendwo hier im Forum habe ich auch was von Mods gelesen, um diese Überwachungen auszuschalten bzw. die Abschaltung der Unterstützung bei >25km/h zu deaktivieren. Das sind ja aber Kleinigkeiten und kommen später - hauptsache es geht erstmal überhaupt
Das mit der Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Leistung ist nicht so ganz richtig - ein 2 Tonnen Auto mit 100 PS ist langsamer als ein 1 Tonnen Auto mit 80 PS - Und das beim Beschleunigen und Endgeschwindigkeit. Bei diesen Motoren müsste sich das zumindenst etwas auswirken. Und die Bremswirkung durch schlechte Aerodynamik unseres Körpers wird bei Höheren Geschwindigkeiten ja nicht wirklich besser
Dass dies am Berg spürbar wird, dacht ich mir schon (das meinte ich mit weniger Nm). Was ich nur nicht verstehe sind die 37 km/h durch 20" Motor an 26"er Rad. Habe gerade selber gerechnet auf wieviel man mit einem 24" Motor auf einem 26" Rad kommt.
20 auf 26 = 32,6 km/h
24 auf 26 = 27,1 km/h
Mit dem Bike schaffte ich (vor 2,5 Jahren, als ich noch fit war) locker 40 - 50 km/h auf asphaltierter Strasse - mit so ner leichten Unterstützunng wären dauerhafte 30 - 35 km/h wohl möglich. Bergab hatte ich schon über 70 mit dem.
Markenfrage: was haltet ihr von Trio? Die gibts öfter gebraucht und einiges günstiger als Bafang. Ist da so ein großer Unterschied?
Gruß
Paul