... und bei meinem nächsten Akku werde ich dies auch etwas mehr berücksichtigen
Meine Erfahrungen und Meinung zu dem Thema:
Mehr oder weniger absichtlich habe ich bei meinem ersten "GEHVERSUCHEN" mit einem kleinen TFLaschenakku (orig. Elfei) sehen wollen, wie gut ich mein Pedelec in der Praxis nutzen kann.
FOLGLICH: Ich überlies ALLES dem BMS... also: Direkt nach dem Betrieb ans Ladegerät... brav bei 100% Ladezustand im Keller gehalten... Stufe "5" bei jedem Wetter (ob -10° oder +36°C) und an jeder Steigung.
DAS RESULTAT meines erbarmungslosen Alltagstests: AKKU für 300 Euronen PLATT nach 2500km und gut 1,5 Jahren und nicht einmal 100 Ladezyklen...
Das KANN natürlich auch persönliches Pech sein, wenn man einen eh schon 2 Jahre "vorgealterten" Akku bekommt... Ein Datum habe ich weder außen, noch innen finden können, WANN die Zellen gefertigt wurden.
ABER ist adäquate Pflege der Akkus praktisch überhaupt möglich?
- Natürlich hält der durschnittliche Benutzer den Pedelecakku auf 100%... man weiss ja nie, wann man mit dem Rad wieder fährt und hat dann nicht die Zeit erstmal die Akkus zu laden!
Natürlich wird gerade bei 35°+ auf Stufe 5 maximale Belastung gezogen... denn gerade im Hochsommer an steilen Passagen will man ja die maximale Unterstützung und das Teil nicht schieben!
Die Akkus sind so groß, dass sie auch kaum ohne Ärger mit den "Gemüsefetischisten" im Kühlschrank Platz finden.
==> Somit stehen PRAKTISCHE Aspekte und LANGLEBIGKEIT der Akkus GEGENEINANDER!
Systembedingt (vor allem bei "vorgealterten Akkus"!) ist die Lebensdauer aller derzeitig auf dem Markt befindlichen Akkus eher SUBOPTIMAL und nur mit Glück werden auch nur ANNÄHERND die Ladezyklen erreicht, die der Hersteller vorgibt. In der Regel liegen sie mit Glück bei der Hälfte... oder wie beim meinem "Erstkontakt" bei gerademal 1/10 dieses Wertes. Den Hersteller festnageln? Geht nicht! Der ist nicht blöd und umschreibt die Lebensdauer juristisch brav mit "BIS ZU 1000 Zyklen...." -> Yippie!
Alle ein bis zwei Jahre (ja nach Aktivität, also Anzahl der Zyklen bzw. Akkusalter und Bauart) ist ein Akku fällig.
Ich habe noch Glück! Mein System ist flexibel und ich kann mir den PLATZ am RAD aussuchen... mal Trinkflasche, oder Sattelrohr, egal... So bekomme ich einen neuen Akku in der Bucht für untr 200 Euro.
Schwiegervater mit seinem Systemrad von Kreidler... da kostet der Akku 500 Euro und ist nach gut einem Jahr auch bereits angeschlagen... Ich wiederhole auch gerne mal den Preis eines Akkus in einem Elektroauto: der liegt um die 15.000 Euro und verhält sich im Wesentlichen NICHT ANDERS, als unsere kleinen Brüder...
KRITIK im ALLGEMEINEN:
Man kauft etwas elektrisch angetriebenes (Rad oder AUTO) nicht und hat dann 10 Jahre lang wartungsfreien Rundumspass... Lustig wird es, wenn beim 35 kEuro Auto der Akku für 15.000 Flocken den Poppes zukneift... Weder ökologisch, noch ökonomisch sind Elektroantriebe eine Nullnummer... und schon gar nicht Emissionsfrei, denn Strom kommt aus der Steckdose, wird da aber nicht produziert... was natürlich beim unserem Bedarf am Fahrrad wirklich nicht ins Gewicht fällt. Aber um so eine Lithiumzelle herzustellen muss ganz schön mit der Umwelt geschmuddelt werden... sollte man bedenken und den Kram bitteschön wenigstens dem Recycling zuführen.