Umbau Liegerad
Verfasst: Mo 29. Aug 2011, 12:07
Hallo!
Nachdem ich vor einiger Zeit ein günstiges Klapp-E-Bike erstanden hatte, stand mein Liegerad nur noch rum. So musste dies schließlich auch aufgerüstet werden und ich entschied mich, hier ein ELFEI-Hinterrad-Umbausatz zu bestellen, welches wie versprochen, noch kurz vor meinem Urlaub geliefert wurde.
Eigentlich schien alles tatsächlich einfach zu sein: Der Akku käme auf die Halterohr zum Liegesitz, der Kontroller auf das dicke Hauptrohr und der Tretsensor auf die Kettenumlenkrolle. Bremsen austauschen sollte kein Problem sein, da auch nur standard Bowdenzüge verwendet werden... aber es kam fast alles anders:
Es fing bereits mit dem Aufziehen des Schauches an: Leider ist das Ventilloch nur für französische Sclaverand-Ventile geeignet; für die bei dem Liegerad verwendeten Autoventile war erstmal ein Aufbohren auf 8,5 mm erforderlich. Danach passte es dann.
Nach dem Montieren des Rades stellte sich ein pulsierendes Schleifen ein und es war nur noch schwer zu treten. Es stellte sich heraus, dass der Motor so gebaut ist, dass er am Rahmen schliff. So montierte ich eine Unterlegscheibe auf die Achse vor der Drehmomentabstützung. Der anschließende Einbau dauerte dann fast eine Stunde, da der Rahmen dadurch etwas eng war, und mit aller Kraft auseinander gedrückt werden musste. Jetzt läuft das Rad endlich einwandfrei.
Das nächste Problem war der Tretsensor. So groß hatte ich ihn mir nicht vorgestellt. So passte er jedenfalls nicht auf die Umlenkrolle. So war hier die größte Bastelarbeit notwendig: Aus dem Deckel einer Blechdose erstelle ich ein eigens angefertigtes Blech zur Aufnahme des Sensors. Aus der Magnetscheibe entfernte ich einen Magnet, bohrte in das Gummi mit einem Holzbohrer ein entsprechendes Loch und klebte mit Locktite den Magneten ein.
Auf dem Prüfstand zeigte der anschließende Test, das dies wunderbar funktionierte und tatsächlich EIN einziger Magnet reicht. Selbst wenn die Umlenkrolle etwas vom Tretsensor weg zur anderen Seite rutschte, wurde der Magnet immernoch erfasst, hätte ich nicht erwartet.
Die nächste Schwierigkeit ist jetzt der ganze Strang mit den Bremssensoren, Daumengas und Kontrollpanel: Die Kabel sind allesamt viel zu kurz für den Liegerad-Lenker. So habe ich das Kontrollpanel und das Daumengas ganz unten angebracht und die Bremsgriffe mit den Sensoren demontiert.
Während die Position für das Kontrollpanel okay ist, da eine Bedienung während der Fahrt ja nicht unbedingt erforderlich ist, ist das Daumengas allerdings so nur schwer zu bedienen.
Die nächste Herausforderung ist jetzt der Akku. Leider ist der Platz am Halterohr zum Liegesitz zu kurz, so dass ich mich jetzt für die Montage am hinteren Ende des Gepäckträgers entschlossen habe. Dazu fehlt jetzt aber noch das Montagematerial, so dass ich erstmal den Akku provisorisch in die Satteltasche gepackt hatte.
Am gestrigen Sonntag ging's endlich nach über einer Woche Arbeit (immer abends nach Feierabend) zur ersten Probefahrt:
Ein absolut wahnsinniges Gefühl, der Motor unterstützt beim Treten sehr gut, allerdings gab es noch ein gelegentliches Pulsieren in der Unterstützung.
Allerdings taugt das Daumengas leider nicht für das, wofür es doch eigentlich da sein sollte: Als Anfahrhilfe: Schon an leichten Steigungen scheint sich beim Anfahren im Motor eine Rutschkupplung zu aktivieren und es geht dann damit keinen Millimeter vorwärts, sehr schade, hätte doch gerade beim schwierigen Anfahren im Liegerad, gerade am Berg, sehr geholfen.
So jetzt geht's weiter zur Materialbeschaffung für die Akkuhalterung und vielleicht finde ich auch noch eine Lösung für die zu kurzen Kabel.
Bilder folgen noch...
Vielleicht gibt es ja noch jemanden mit Erfahrungen / Ambitionen zum E-Liege-Bike?
Grüße,
Kai.
Nachdem ich vor einiger Zeit ein günstiges Klapp-E-Bike erstanden hatte, stand mein Liegerad nur noch rum. So musste dies schließlich auch aufgerüstet werden und ich entschied mich, hier ein ELFEI-Hinterrad-Umbausatz zu bestellen, welches wie versprochen, noch kurz vor meinem Urlaub geliefert wurde.
Eigentlich schien alles tatsächlich einfach zu sein: Der Akku käme auf die Halterohr zum Liegesitz, der Kontroller auf das dicke Hauptrohr und der Tretsensor auf die Kettenumlenkrolle. Bremsen austauschen sollte kein Problem sein, da auch nur standard Bowdenzüge verwendet werden... aber es kam fast alles anders:
Es fing bereits mit dem Aufziehen des Schauches an: Leider ist das Ventilloch nur für französische Sclaverand-Ventile geeignet; für die bei dem Liegerad verwendeten Autoventile war erstmal ein Aufbohren auf 8,5 mm erforderlich. Danach passte es dann.
Nach dem Montieren des Rades stellte sich ein pulsierendes Schleifen ein und es war nur noch schwer zu treten. Es stellte sich heraus, dass der Motor so gebaut ist, dass er am Rahmen schliff. So montierte ich eine Unterlegscheibe auf die Achse vor der Drehmomentabstützung. Der anschließende Einbau dauerte dann fast eine Stunde, da der Rahmen dadurch etwas eng war, und mit aller Kraft auseinander gedrückt werden musste. Jetzt läuft das Rad endlich einwandfrei.
Das nächste Problem war der Tretsensor. So groß hatte ich ihn mir nicht vorgestellt. So passte er jedenfalls nicht auf die Umlenkrolle. So war hier die größte Bastelarbeit notwendig: Aus dem Deckel einer Blechdose erstelle ich ein eigens angefertigtes Blech zur Aufnahme des Sensors. Aus der Magnetscheibe entfernte ich einen Magnet, bohrte in das Gummi mit einem Holzbohrer ein entsprechendes Loch und klebte mit Locktite den Magneten ein.
Auf dem Prüfstand zeigte der anschließende Test, das dies wunderbar funktionierte und tatsächlich EIN einziger Magnet reicht. Selbst wenn die Umlenkrolle etwas vom Tretsensor weg zur anderen Seite rutschte, wurde der Magnet immernoch erfasst, hätte ich nicht erwartet.
Die nächste Schwierigkeit ist jetzt der ganze Strang mit den Bremssensoren, Daumengas und Kontrollpanel: Die Kabel sind allesamt viel zu kurz für den Liegerad-Lenker. So habe ich das Kontrollpanel und das Daumengas ganz unten angebracht und die Bremsgriffe mit den Sensoren demontiert.
Während die Position für das Kontrollpanel okay ist, da eine Bedienung während der Fahrt ja nicht unbedingt erforderlich ist, ist das Daumengas allerdings so nur schwer zu bedienen.
Die nächste Herausforderung ist jetzt der Akku. Leider ist der Platz am Halterohr zum Liegesitz zu kurz, so dass ich mich jetzt für die Montage am hinteren Ende des Gepäckträgers entschlossen habe. Dazu fehlt jetzt aber noch das Montagematerial, so dass ich erstmal den Akku provisorisch in die Satteltasche gepackt hatte.
Am gestrigen Sonntag ging's endlich nach über einer Woche Arbeit (immer abends nach Feierabend) zur ersten Probefahrt:
Ein absolut wahnsinniges Gefühl, der Motor unterstützt beim Treten sehr gut, allerdings gab es noch ein gelegentliches Pulsieren in der Unterstützung.
Allerdings taugt das Daumengas leider nicht für das, wofür es doch eigentlich da sein sollte: Als Anfahrhilfe: Schon an leichten Steigungen scheint sich beim Anfahren im Motor eine Rutschkupplung zu aktivieren und es geht dann damit keinen Millimeter vorwärts, sehr schade, hätte doch gerade beim schwierigen Anfahren im Liegerad, gerade am Berg, sehr geholfen.
So jetzt geht's weiter zur Materialbeschaffung für die Akkuhalterung und vielleicht finde ich auch noch eine Lösung für die zu kurzen Kabel.
Bilder folgen noch...
Vielleicht gibt es ja noch jemanden mit Erfahrungen / Ambitionen zum E-Liege-Bike?
Grüße,
Kai.